Zukunft der Fläche ungewiss Esterwegen kauft Ferienhausgebiet zurück

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In unmittelbarer Nähe des Erikasee Esterwegen sollte ein Ferienhausgebiet entstehen. Nur noch die Ruine eines Musterhauses erinnert an das ehrgeizige Vorhaben.Foto: Jürgen EdenIn unmittelbarer Nähe des Erikasee Esterwegen sollte ein Ferienhausgebiet entstehen. Nur noch die Ruine eines Musterhauses erinnert an das ehrgeizige Vorhaben.Foto: Jürgen Eden

jed Esterwegen. Die Gemeinde Esterwegen hat ihr Ferienhausgebiet zurück. In der vergangenen Woche wurde in Oldenburg der Kaufvertrag notariell beurkundet. Das gab die Gemeinde Esterwegen auf Anfrage unserer Redaktion bekannt. Rund 100 Ferienhäuser wollten Investoren seit dem Jahr 2001 unter Vermittlung eines Oldenburger Projektentwicklers dort bauen. Doch mit den Anschlägen des 11. Septembers kam die Weltwirtschaftskrise.

Ruhig war es, abgesehen von einigen kritischen Nachfragen um die rund fünf Hektar große Fläche am Erikasee, geworden. Erst im Frühjahr dieses Jahres köchelte das Thema vor dem Hintergrund des Wahlkampfes um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters in Nordhümmling kurz auf. Dabei sickerte durch, dass die Gemeinde erneut in Verhandlungen mit dem Oldenburger Investor stand. In der vergangenen Woche wurde schließlich die Rückabwicklung besiegelt.

„Wir sind froh, dass wir über die Flächen wieder frei verfügen können“, sagte der stellvertretende Gemeindedirektor Christoph Hüntelmann. Gemeinsam mit seinem damaligen Chef, Hermann Tebben, sowie Bürgermeister Hermann Willenborg hatte er mit dem Grundstückseigentümer die Vertragsverhandlungen geführt.

Zur künftigen Nutzung wollte sich Hüntelmann nicht äußern. Nur so viel: Die politischen Gremien werden sich damit beschäftigen. Will heißen: Ob es weiterhin als Ferienhausgebiet durch einen Investor oder für private Häuslebauer oder gar für einen Campingplatz zur Verfügung stehen wird, ist völlig offen. Über die Modalitäten des Kaufs wurde nach Hüntelmanns Worten mit dem bisherigen Investor Stillschweigen vereinbart. „Es ist der Gemeinde aber kein finanzieller Schaden entstanden“, versicherte er. Tebben und Willenborg seien es gewesen, die ihre Unterschriften unter den Kaufvertrag gesetzt hätten und damit ein leidiges Kapitel hätten beenden können.

Von dem ehrgeizigen Vorhaben sind kaum noch Spuren erkennbar: Bei genauerem Hinsehen ist hinter einem Metallzaun und Büschen ein massives Holzhaus zu erkennen, das einst als Musterhaus eingerichtet worden war. Von der Einrichtung sowie den Fenstern und Türen ist allerdings nichts mehr übrig. Vandalen trieben dort ihr Unwesen. Dieses Musterhaus wechselte unlängst im Rahmen einer Zwangsversteigerung den Eigentümer.


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