Ideen für Antrag auf EU-Mittel Auftakt für Entwicklungskonzept der Region Hümmling

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EU-Fördermittel wollen (von links) Projektleiter Henning Spenthoff, die Samtgemeindebürgermeister Hermann Tebben (Nordhümmling), Werner Gerdes (Werlte), Karl-Heinz Weber (Lathen) und Günter Wigbers (Sögel), der Europa-Abgeordnete Jens Gieseke und Armin Gallinat von der Ems-Dollart-Region. Foto: Jürgen EdenEU-Fördermittel wollen (von links) Projektleiter Henning Spenthoff, die Samtgemeindebürgermeister Hermann Tebben (Nordhümmling), Werner Gerdes (Werlte), Karl-Heinz Weber (Lathen) und Günter Wigbers (Sögel), der Europa-Abgeordnete Jens Gieseke und Armin Gallinat von der Ems-Dollart-Region. Foto: Jürgen Eden

Esterwegen. Das Interesse an der neuen europäischen Förderperiode Leader war groß: Rund 150 Bürger aus den Samtgemeinden Nordhümmling, Sögel, Werlte und Lathen beteiligten sich am Donnerstagabend im Esterweger Schulzentrum bei der Auftaktveranstaltung mit ersten Ideen am Entwurf für ein regionales Entwicklungskonzept.

Das Konzept bildet die Grundlage für eine Bewerbung zur Aufnahme in das Leader-Förderprogramm der kommenden sechs Jahre. Bei einer Zusage können rund 2,4 Millionen Euro aus Brüssel fließen.

Projekte des Klimaschutzes, des demografischen Wandels und der regionalen Wirtschaftsentwicklung sollen dazu als Förderschwerpunkte erarbeitet werden.

Während die Kommunen Nordhümmling, Sögel und Werlte bereits in der vergangenen, sechsjährigen Förderperiode kooperierten, ist Lathen erstmals mit an Bord. „Das macht Sinn, weil wir vom Hümmling bereits mit vielen anderen Projekten wie beispielsweise beim Naturpark und Klimaschutzkonzept mit der Samtgemeinde Lathen eng zusammenarbeiten“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hermann Tebben (parteilos). Projektleiter Henning Spenthoff von der Niedersächsischen Landgesellschaft wird die Bewerbung begleiten. Am 10. Januar ist Abgabetermin.

Bereits während der Auftaktveranstaltung erstellten die Teilnehmer eine Stärken-Schwächen-Analyse. Zu den Stärken zählt demnach beispielsweise der hohe, selbst produzierte regenerative Energieanteil, der weit über den Eigenbedarf hinausgehe. Andererseits wird Potenzial in der Energieeinsparung gesehen. Auch das hohe ehrenamtliche Engagement in der Region bezeichneten viele Teilnehmer als beispielhaft. Entwicklungspotenzial bestünde hingegen beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, der medizinischen Grundversorgung sowie der Nahversorgung im Einzelhandel. Aber auch bei der Förderung von Auszubildenden gebe es Nachholbedarf.

Als eine der größten He-rausforderungen der Region bezeichnete der Europa-Abgeordnete Jens Gieseke (CDU) den demografischen Wandel und den damit verbundenen Fachkräftemangel. Um den Status Quo im Bereich von Dienstleistungen zu sichern, sei die Region auf Zuzug angewiesen. Nicht nur junge Spanier sollten nach seinen Worten an die Region gebunden werden, auch Migranten aus Afrika, Thailand und den Philippinen könnten als Fachkräfte ausgebildet werden. „Dazu müssen manche hier lebende Menschen aber noch aufgeschlossener werden. Oder wir müssen uns auf einen Wohlstandsverlust einstellen“, sagte Gieseke.

Am 24. September ist ein weiterer Workshop zur Erarbeitung des regionalen Entwicklungskonzeptes in Vrees geplant. Von 18.30 bis 21 Uhr kann sich jeder Bürger mit Ideen zu den genannten Themen einbringen.


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