Kosten in Höhe von 800000 Euro Esterwegen baut Lade- und Löschstelle am Küstenkanal

Zurzeit wird die Lade- und Löschstelle am Küstenkanal für das neue Esterweger Gewerbegebiet an der Bundesstraße 401 errichtet. Foto: Jürgen EdenZurzeit wird die Lade- und Löschstelle am Küstenkanal für das neue Esterweger Gewerbegebiet an der Bundesstraße 401 errichtet. Foto: Jürgen Eden

Esterwegen. Für rund 800000 Euro baut die Gemeinde Esterwegen zurzeit eine Lade- und Löschstelle am Küstenkanal.

Dabei handelt es sich um eine Infrastrukturmaßnahme für das neue Gewerbegebiet an der Bockhorster Straße. Ein mittelständisches Stahlbauunternehmen aus dem Ort und ein Stahlbeschichtungsunternehmen aus Nordrhein Westfalen planen dort eine Neuansiedlung (wir berichteten). Nach Angaben von Gemeindedirektor Hermann Tebben bearbeitet der Landkreis Emsland zurzeit entsprechende Bauanträge beider Firmen.

„Wir gehen davon aus, dass die beiden Unternehmen an ihren Vorhaben festhalten werden“, sagte Tebben am Mittwoch und reagiert damit auf anderslautende Spekulationen, wonach es keine Bauabsicht der Unternehmen mehr gebe. Auf einen genauen Termin wollte er sich nicht festlegen. „Wir stehen im regelmäßigen Kontakt“, sagte Tebben. Erst kürzlich hatte der Gemeinderat mit einer Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanänderung den Weg für den Bau der Hallen frei gemacht, die nun eine Firsthöhe von bis zu 20 Metern erreichen dürfen.

100 Meter Spundwände

Vor rund drei Wochen hatte eine Oldenburger Fachfirma mit dem Bau der Lade- und Löschstelle begonnen. Dazu wurden Spundwände mit einer Gesamtlänge von rund 100 Metern in die Erde gerammt. Kern der Maßnahme ist nach Tebbens Worten die Errichtung eines Spundwandkastens. Dazu werden zurzeit die Spundwände miteinander verschweißt. Von dort aus können künftig Europaschiffe mit einer Länge von bis zu 88 Metern beladen werden. Die beiden Unternehmen sind auf die direkte Verbindung zur Binnenwasserstraße des Küstenkanals angewiesen, um großvolumige Stahlteile beispielsweise für den Anlagenbau und für Offshore-Windkraftanlagen transportieren zu können.

„Die Maßnahmen liegen voll im geplanten Kostenrahmen“, so Tebben weiter. Die Fertigstellung der Lade- und Löschstelle soll bis Ende November erfolgen. Abgeschlossen wurde inzwischen die Errichtung einer rund 1200 Meter langen Erschließungsstraße von der Bockhorster Straße bis ins neue Gewerbegebiet. Im letzten Schritt muss noch die Entwässerung der Fläche mit zwei Regenrückhaltebecken realisiert werden. Dazu wird nach Angaben der Gemeinde in Kürze der Auftrag vergeben.

Die Gesamtkosten der Erschließung des neuen Gewerbegebietes liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Der Landkreis beteiligt sich mit 50 Prozent.