Verletztes Tier eingeschläfert Hund in Esterwegen mit Luftgewehr angeschossen

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Esterwegen. Wer macht denn so was? Diese Frage hat sich Martina Drescher aus Esterwegen in den vergangenen Tagen oft gestellt. Am Freitagnachmittag wurde ihr kleiner Terriermischling „Brisco“ an der Bockhorster Straße von einem Unbekannten angeschossen. Das Tier musste wegen der schweren Verletzungen eingeschläfert werden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Drescher war gegen 15 Uhr mit ihrem Lebensgefährten und den zwei Töchtern Jennifer (6) und Leonie (2) nach Hause gekommen. Der Hund machte sich wie gewöhnlich auf seinen Rundgang durch sein Revier. „Weiter als 100 Meter hat er sich nie entfernt“, so Drescher. Schließlich sei „Brisco“ schon 15 Jahre alt gewesen und nicht mehr besonders gut zu Fuß.

Etwa gegen 16 Uhr fand ihr Lebensgefährte den Hund reglos in der Nähe des Hauses. Als er ihn aufhob, stellte eine starke Blutung fest. Der erste Gedanke war, dass der Terriermischling vielleicht von einem anderen Hund gebissen worden war oder sich irgendwie verletzt hatte. Das Tier wurde sofort zur Veterinärin Dr. Nicola Schneider nach Börger gebracht. Die stellte anhand einer Röntgenaufnahme fest, dass es sich um eine Schussverletzung mit einem Luftgewehrprojektil handelte.

Schneider: „Der Hund blutete stark aus dem Bauchraum und stand unter Schock.“ Eine Operation wäre nach ihren Angaben trotz seines hohen Alters möglich gewesen. Das hätte das Leiden des Tieres aber wohl unnötig verlängert, so die Veterinärin. Deshalb wurde „Brisco“ schließlich eingeschläfert.

Drescher hat den Hund schon im Welpenalter zu sich genommen. Er gehörte quasi zur Familie. Umso trauriger macht sie und vor allem ihre Töchter der Verlust. Er sei ja nicht mehr der Jüngste gewesen, „aber so hätte er nicht sterben müssen.“

Jennifer und Leonie haben einen geliebten Spielkameraden verloren und nahmen sich die Sache sehr zu Herzen. Leonie tröstet sich, wie ihre Mutter sagt, mit dem Gedanken, dass „Brisco“ jetzt im „Sternenland“ ist.

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