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435000 Euro investiert Dorfplatz und Mehrgenerationenhaus in Breddenberg

Von Eva Kleinert | 25.07.2014, 19:48 Uhr

Was eine aktive Dorfgemeinschaft auf die Beine stellen kann, ist am Freitag bei der offiziellen Einweihung des Mehrgenerationenhauses und des Dorfplatzes in Breddenberg deutlich geworden. Die Neugestaltung beider Objekte beläuft sich auf insgesamt 435000 Euro – zuzüglich des unermüdlichen Einsatzes der Breddenberger Bevölkerung, wie in verschiedenen Grußworten deutlich wurde.

„Ihr Haus steht auf dem besten Fundament“, spielte CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann auf die zahlreichen Helfer an. Auch Wilhelm Sap von der Geschäftsstelle Meppen des Amtes für Landesentwicklung Weser-Ems (ARL) zollte den Breddenbergern Anerkennung: „Es ist nicht selbstverständlich, dass an Wochenenden die Vereine wie die Landjugend und der Gemeinderat immer wieder mitgeholfen haben.“

Besonders deutlich wurde dies bei der Umgestaltung des Dorfplatzes. Für 155000 Euro – davon 65000 Euro aus Leader-Mitteln – wurde dieser umgestaltet und erweitert. Hierbei sei der Bauhof in Eigenleistung weiter nach hinten verlegt worden, berichtete Landschaftsplaner Richard Gertken. Ebenfalls in Eigenleistung habe der Angelverein Breddenberg-Heidbrücken eine neue Schutzhütte für das Angelgewässer am Plaatzengraben gebaut. Damit dieses künftig vor allem für Kinder und Jugendliche sicher zu erreichen ist, sei zudem ein Verbindungsweg zur Ortsmitte entstanden, so Gertken. Neben dem Weg sei eine neue Brücke gebaut worden, von der auch die Nutzer des Pilgerwegs profitieren können.

Einen „zentralen Ort der Dorfgemeinschaft“ nannte Engbers das frühere Dorfgemeinschaftshaus, das für 280000 Euro zum Mehrgenerationenhaus umgestaltet wurde. Davon stammen 136000 Euro von der Gemeinde Breddenberg, 10000 von der Gemeinde Börger, 47000 vom ARL und 56000 vom Landkreis. Die Bevölkerung spendete 31000 Euro.

„Vom alten Haus steht nur noch die Mittelmauer“, sagte Engbers. Deutlich wurde das angesichts der langen Liste an Maßnahmen, die Architektin Christiane Schomaker vorstellte. Diese konzentrierten sich auf die Schaffung eines Jugendraumes, auf die Neugestaltung des Eingangsbereiches sowie der sanitären Anlagen, die energetische Sanierung sowie auf Brandschutzmaßnahmen. Die Deckenhöhe des großen Saals sei um einen Meter erhöht worden, die Thekenanlage aufgewertet sowie eine neue Beleuchtung mit energiesparenden Leuchtmitteln angebracht worden. Durch den Fußboden in Holzoptik entstehe ein „wohnlicher Charakter“, so Schomaker. Ein Belüftungssystem sorge für frische Luft und die neue Decke für bessere Akustik. Die Hohlschicht im 1880 erbauten Gebäude sei ausgeblasen worden und das Haus habe eine neue Dämmung erhalten. Künftig soll dieses beispielsweise Vereine und Gruppen beherbergen. „Uns war es wichtig, auf die unterschiedliche Nutzung des Hauses zu achten – hier werden Hochzeiten, Vereinssitzungen, aber auch Trauerfeiern abgehalten“, so die Architektin.

Als ein Mehrgenerationenhaus „im besten Sinne“ lobte Connemann das Gebäude. Dieses stehe nun allen Bredenbergern zur Verfügung – vom jüngsten Bürger in der Mutter-Kind-Gruppe bis zum ältesten Bürger in der Seniorengruppe.