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Pferde zogen Pflug auf Schuhen durchs Moor Sommertour: Das harte Leben der Bauern in Esterwegen

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              <em>Gegen das Versinken in Moor: </em>Hans-Gerd Jansen zeigt die Schuhe, die früher Pferde bei der Feldarbeit im Moor tragen mussten.</p>

Gegen das Versinken in Moor: Hans-Gerd Jansen zeigt die Schuhe, die früher Pferde bei der Feldarbeit im Moor tragen mussten.

Esterwegen. Nur an wenigen Orten in Norddeutschland war früher die Landwirtschaft beschwerlicher als auf den Feldern um Esterwegen.

Das hatte natürliche und politische Gründe: Esterwegen ist seit jeher als die „Insel im Moor“ bekannt. Das bedeutet: Um Esterwegen gab es nur wenig Land, das zur Bewirtschaftung taugte. Um viel Gewinn zu machen, verpachteten die früheren Gutsherren möglichst kleine Feldparzellen. „Die waren so klein, dass die Familien davon eigentlich gar nicht existieren konnten“, so Bürgermeister Hermann Willenborg. Noch in seiner Jugend waren die Felder so schmal, dass sie selbst für einen Mähdrescher zu klein waren.

Aber nicht nur das machte die Landwirtschaft beschwerlich. „Es waren morastige Böden, auf denen die Bauern säen und ernten mussten.

Der Boden war so weich, dass den Pferden beim Ackern Holzschuhe angezogen wurden, damit sich somit ihre Standfläche verbreiterte und sie nicht ganz im Morast versanken. „Das war für die Tiere und für die Menschen eine gewaltige Quälerei“, erinnert sich Willenborg.


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