Sommerakademien für Jugendliche geplant Bund fördert neues Projekt der Gedenkstätte Esterwegen

Von pm

Foto: Archiv/Tim HeinrichFoto: Archiv/Tim Heinrich

Esterwegen. Nachdem der Bund bereits für den Bau der Gedenkstätte Esterwegen finanzielle Mittel bereitstellte, gibt es nun erneut eine Finanzspritze aus Berlin.

Im Rahmen des Förderprogramms "Jugend erinnert", das neu aufgelegt wurde, können sich Stiftung und Landkreis über 390.000 Euro freuen, wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann mitteilt. 

Durch das Programm, das bis 2022 mit 17 Millionen Euro gefördert wird, sollen Gedenkstätten und Dokumentationszentren neue Bildungsformate erarbeiten und neue Kooperationen eingehen können. „Jugendliche lassen sich für Geschichte begeistern. Dies geht am besten, wenn wir vermitteln, was diese Geschichte für sie selbst bedeutet“, so Connemann.

Den Antrag zur Förderung des Projekts hat Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann bei der zuständigen Staatsministerin Monika Grütters platziert. Foto: Büro Gitta Connemann

Die Bundestagsabgeordnete hatte die Emsländer auf den neuen Fördertopf hingewiesen, Landrat Reinhard Winter und die Geschäftsführerin der Gedenkstätte Andrea Kaltoffen ergriffen die Gelegenheit beim Schopf und reichten in Kooperation mit der Universität Osnabrück und der Historisch-Ökologischen Bildungsstelle Papenburg einen Antrag ein. 

Das Projekt „Boden / Spuren“ richtet sich an junge Erwachsene, die sich in Sommerakademien den Lagergeschichten im Emsland nähern sollen. Mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden können sie an ausgewählten Orten bauliche Überreste der Lager lokalisieren. Die Erkenntnisse und Ergebnisse sollen anschließend beispielsweise durch 3D-Modelle für die Öffentlichkeit visualisiert und dargestellt werden. Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre. 

„Die Gedenkstätte ist ein Ort, der zum Engagement für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie auffordert. Ich bedanke mich für die Bewilligung unseres Projektantrags, denn wir führen insbesondere junge Menschen an diese Themen heran – und mit dem neuen Projekt wird uns das noch besser und zeitgemäßer gelingen“, ist sich Landrat Reinhard Winter sicher. Auch Kaltofen freut sich: „Ich wünsche mir dass die Jugendlichen zu vielen Erkenntnissen kommen und ihr Geschichtsbewusstsein und ihre Persönlichkeitsbildung gestärkt wird.“ Für Connemann ist die Förderung ein wichtiges Signal: „Die Zeitzeugen verstummen. Mit ‚Jugend erinnert‘ wollen wir ihre Geschichte bewahren. Hier kann moderne Technologie Brücken bauen. So können sich Jugendliche ihre Erinnerung selbst schaffen.“


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