„Es war eine schöne Zeit“ Rektorin der Grundschule in Hilkenbrook verabschiedet

Marion Lammers

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mls Hilkenbrook. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Schuldienst ist Dorothea Rohjans, Rektorin der Grundschule in Hilkenbrook, zum Ende des Schulhalbjahres in den Ruhestand verabschiedet worden.

„Diese Verabschiedung ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Nordhümmlings Samtgemeindebürgermeister Christoph Hüntelmann. Dorothea Rohjans sei nun fast genau ein Vierteljahrhundert Schulleiterin der Grundschule und könne somit gleichzeitig das Silberjubiläum feiern. Ihr sei es in dieser Zeit gelungen, die Schule nach außen hin gut zu repräsentieren und das Modell der Kombiklassen erfolgreich umzusetzen, lobte Hüntelmann. „In der Öffentlichkeit hat die Grundschule einen guten Ruf aufgrund der guten Qualität des Unterrichts“, würdigte der SG-Bürgermeister die Arbeit.

Mehrfach beruflich umorientiert

Jutta Reinhardt von der Landesschulbehörde beschrieb in einem kurzen Rückblick den beruflichen Werdegang der scheidenden Rektorin. Nach ihrem Studium der Mathematik als „Meisterin der Zahlen“ und einem Lehramtsstudium an der Uni Oldenburg war sie zunächst an verschiedenen Schulen tätig, bevor sie sich beruflich umorientierte und der Beruf der Bürokauffrau erlernte.

Nachdem sie einige Jahre ihren Beruf als Ausbildungsleiterin ausgeübt hatte, erfolgte eine erneute berufliche Umorientierung und Rohjans bewarb sich 1991 erfolgreich als Lehrerin an den Grundschulen Hilkenbrook und Rastdorf. In Hilkenbrook übernahm sie kurz darauf als Klassenlehrerin den damaligen ersten Jahrgang. Bereits ein Jahr später wurde ihr die kommissarische Leitung der Schule übertragen, bevor sie im Juli 1993 in das Amt der Rektorin eingeführt wurde.

Zuverlässig und kompetent, beharrlich und hartnäckig

In 28 Dienstjahren sei sie stets höflich, zuverlässig und kompetent gewesen, aber auch beharrlich und hartnäckig, wenn es um schulpolitische Dinge gehe, beschrieb Reinhardt die gute Zusammenarbeit. „Freuen sie sich auf die kommenden Jahre und genießen sie, was sie sich erarbeitet haben.“

Hilkenbrooks Bürgermeister Bernhard Düvel fand ebenfalls viele lobende Worte für die Rektorin. „Sie haben dazu beigetragen, dass eine ganze Generation an Kindern erfolgreich ihren Weg gegangen ist.“ Stellvertretend für die Schulleiter der Schulen in der Samtgemeinde überreichten Klaus Brockmann und Tanja Böhmker ihre besten Wünsche zum Ruhestand zusammen mit einem Apfelbaum.

Ein Apfelbaum voller Wünsche

Ebenfalls mit einem Apfelbaum voller guter Wünsche bedankten sich auch die Erst- und Zweitklässler bei ihrer Klassenlehrerin. Dazu gab es noch einen Korb mit vielen nützlichen Dingen, die man im Ruhestand gut gebrauchen könne. Die Kinder der dritten und vierten Klasse verabschiedeten sich mit einem Lied, das eigens für diesen Anlass umgedichtet worden war und einer akrobatischen Einlage.

In ihrer Abschiedsrede bedankte sich Rohjans bei allen, die sie in den vergangenen 28 Jahren begleitet hatten und gab mit einigen Anekdoten einen kurzen Rückblick über die Zeit. So entstand beispielsweise das Schul-Zirkusprojekt „Ricardino“ im Schuljahr 1996/97 und wurde anschließend alle zwei Jahre wieder durchgeführt mit einer erfolgreichen Einradgruppe. „Es war eine schöne Zeit. Ich hoffe, mein Ruhestand wird genauso schön.“


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