Kosten von 1,7 Millionen Euro Kreisstraße 150 in Esterwegen wird saniert

Die Kreisstraße 150 von der Bundesstraße 401 in Richtung Esterwegen wird für 1,7 Millionen Euro saniert. Foto: Mirco MoormannDie Kreisstraße 150 von der Bundesstraße 401 in Richtung Esterwegen wird für 1,7 Millionen Euro saniert. Foto: Mirco Moormann

Esterwegen. Noch in diesem Jahr wird ein Teil der K150 (Hinterm Busch) und der K116 (Clemenswerth) in Esterwegen saniert. Der Landkreis nimmt dafür 1,7 Millionen Euro in die Hand.

Die Sanierung ist Teil des mehr als 130 Millionen Euro umfassenden Investitionsprogramms des Landkreises, das Landrat Reinhard Winter unlängst vorgestellt hat und das der Kreistag im Februar beschließen soll. Mit 1,7 Millionen Euro zählt der Straßenbau in der Samtgemeinde Nordhümmling zu den größten Ausgaben des Kreises im Bereich Straßenbau. 

Ausbau auf 6,50 Meter Breite

Bei der K150 handelt es sich um ein Kreisstraßenteilstück zwischen der Küstenkanalbrücke Abfahrt Gedenkstätte Esterwegen und der K116, die aus Esterwegen kommend in Richtung Hilkenbrook verläuft. Die K 150 beginnt am Küstenkanal und mündet ortseinwärts bei der Abfahrt nach Hilkenbrook auf die K116. Dieses Stück soll in voller Länge von etwa zwei Kilometern auf einer Breite von 6,50 Metern erneuert werden. 


Die K 150 (Hinterm Busch) wird von der Einmündung der K 116 (Clemenswerth/Kuhdamm) bis zur B 401 saniert. Foto: Mirco Moormann


Die vorhandene Asphaltbefestigung soll, so teilt es der Landkreis auf Anfrage mit, vollständig aufgenommen. In einigen Bereichen wird der nicht tragfähige Untergrund vollständig ausgetauscht. Anschließend erfolgt ein belastungsgerechter Fahrbahnaufbau aus 15 Zentimetern Schotter, zwölf Zentimetern Asphalttragschicht und vier Zentimetern Asphaltbetondeckschicht. Die Baumaßnahme soll im Frühjahr 2019 ausgeschrieben werden. 

Grafik: NOZ/Heiner Wittwer, stepmap


Gute Nachrichten

Für ihn sind dies "gute Investitionsnachrichten", wie Christoph Hüntelmann, Nordhümmlings Samtgemeindenbürgermeister, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Die Straße befindet sich, so teilt es der Verwaltungschef mit, in einem sehr desolaten Zustand, der offensichtlich auf Mängel im Unterbau zurückzuführen ist. "Der Zustand hat sich in den letzten beiden Jahren zusehends verschlechtert, so dass die Verkehrssicherheit aus Sicht der Gemeinde bereits beeinträchtigt ist", so Hüntelmann. Der geplante Ausbau werde aufgrund der dringenden Notwendigkeit "von der Gemeinde sehr begrüßt", meint Hüntelmann weiter. Es seien "wichtige und unerlässliche Investitionen und positive Entscheidungen für das neue Jahr 2019".


Die K 150 von der Bundesstraße 401 nach Esterwegen ist eine wichtige Strecke für den Pkw- und Lkw-Verkehr. Foto: Mirco Moormann


Mehrfache Interventionen seitens der Gemeinde hätten mit dazu beigetragen, dass die Ausschreibung der Erneuerungsmaßnahme nach Aussagen des Landkreises nun erfolgt. Für die Gemeinde handele es sich bei der K 150 sowohl für den PKW- als auch für den LKW-Verkehr um eine äußerst wichtige Wegstrecke, die den Zulieferverkehr aus Richtung Oldenburg/Bremen aufzunehmen hat. "Außerdem handelt es sich auch um die Hauptzuwegung zur Gedenkstätte Esterwegen", so Hüntelmann. 

Neuer Radweg

Erfreulich sei auch, dass darüber hinaus am nördlichen Teilstück von der Küstenkanalbrücke bis zur Einmündung der Straße zur Gedenkstätte parallel ein etwa 150 Meter langer Radweg erstellt wird, um für Radfahrer eine nahtlose Anbindung vom Küstenkanalradweg über eine Gemeindestraße als Nebenstrecke zur Gedenkstätte zu ermöglichen. Über diese Erneuerung hinaus ist laut Hüntelmann ein weiterer Ausbau der an die K 150 anschließenden K 116 ortseinwärts (Clemenswerth) in einer Länge von etwa 800 Metern geplant. Diese Maßnahme wird in 2019 geplant und voraussichtlich in 2020 umgesetzt. 


Auch ein Teil der Straße Clemenswerth (K 116) soll in Richtung Ortsmitte saniert werden. Foto: Mirco Moormann


Gleichzeitig macht Hüntelmann darauf aufmerksam, dass die K 116 in Richtung Hilkenbrook und die K 119 in Richtung B 401/Sperrtorbrücke diverse Absackungen und Trockenrisse aufweist, die im Wesentlichen im vergangenen Jahr entstanden seien. Die Gemeinde würde es daher sehr begrüßen, hier rechtzeitig zu investieren, um die Infrastruktur in einen angemessenen Zustand zu versetzen. "Aus Sicht der Gemeinde sind auch hier zumindest streckenweise grundlegende Erneuerungsmaßnahmen notwendig, um den Aufbau eines Investitionsstaus zu vermeiden", erklärt Hüntelmann. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN