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06.12.2018, 18:47 Uhr KOMMENTAR

Zum Rettungseinsatz in Surwold: Plädoyer gegen Gaffer

Von Gerd Schade


Helfen statt Gaffen und Fotografieren war für Anwohner und Autofahrer bei dem Unfall auf der B 401 in Surwold oberstes Gebot. Symbolfoto: Imago/Jochen TackHelfen statt Gaffen und Fotografieren war für Anwohner und Autofahrer bei dem Unfall auf der B 401 in Surwold oberstes Gebot. Symbolfoto: Imago/Jochen Tack

Surwold. Der beherzte Einsatz der Ersthelfer bei dem dramatischen Unfall auf der B 401 in Surwold ist ein starkes Plädoyer gegen Gaffer und Rettungsgassenblockierer. Ein Kommentar.

Das hätte böse enden können. Dank des beherzten Einsatzes gleich mehrerer Ersthelfer jedoch hatte die Familie aus Köln bei dem Autounfall auf der B401 in Surwold Glück im Unglück und ist Gott sei dank glimpflich davongekommen.

Das Eingreifen der sechs Anwohner sowie des Autofahrers aus Dörpen verdient höchste Anerkennung, zumal sie es in Kauf genommen haben, sich durch den Sprung in den Kanal selbst in Gefahr zu bringen und nicht unversehrt davonzukommen. Das belegt die Verletzung des Pkw-Fahrers, der beim Einschlagen einer Autoscheibe eine Wunde davontrug.

Bei gesundem Menschenverstand sollte es grundsätzlich allerdings selbstverständlich sein, im Fall des Falles nicht tatenlos zuzusehen. Dass dies aber längst nicht (mehr) so ist, zeigen unzählige Beispiele von Schaulustigen, die im schlimmsten Fall Rettungsgassen blockieren und sich am Unglück ihrer Mitmenschen derart weiden, indem sie ihre Smartphones zum Filmen und Fotografieren zücken. Die Lust am Leid Anderer ist einfach nur widerlich. Deshalb gehören Gaffer, die womöglich auch noch Rettungskräfte behindern, empfindlich bestraft.


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