Ludger Tholen verlässt Gemeinde Surwold Rathausbau die größte Herausforderung

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Verabschiedet wurde Ludger Tholen (vorne) von (von links) Bürgermeisterin Andrea Schmidt, Samtgemeindebürgermeister Christoph Hüntelmann und den Angestellten im Surwolder Rathaus. Foto: Mirco MoormannVerabschiedet wurde Ludger Tholen (vorne) von (von links) Bürgermeisterin Andrea Schmidt, Samtgemeindebürgermeister Christoph Hüntelmann und den Angestellten im Surwolder Rathaus. Foto: Mirco Moormann

Surwold. Über acht Jahre lang hat Ludger Tholen das Rathaus in Surwold geleitet, nun verabschiedet er sich. Am 1. November tritt der Altenoyther eine neue Stelle in der Heimat an.

Im Gespräch mit unserer Redaktion blickt der 51-Jährige auf die vergangenen Jahre zurück. Als wichtigstes Ereignis und größte Herausforderung in dieser Zeit nennt Tholen den Bau des neuen Rathauses in Surwold. Nicht lange nach seinem Start in der Hümmlinggemeinde – damals noch mit Bürgermeister Willi Grote – im Juli 2010 habe er sich daran gemacht, sich für ein neues Rathaus einzusetzen. Im Jahr 2012 seien die Gespräche konkreter geworden, wie Tholen sagt.

Neues Rathaus eine „Vistienkarte“

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Andrea Schmidt, die seit November 2011 im Amt ist, habe man sich dann daran gemacht, das neue Gebäude ins Leben zu rufen. „Das alte Rathaus war nicht mehr zeitgemäß und auch nicht barrierefrei.“ Nach einiger Zeit und politischen Beratungen stand dann fest, dass das neue Rathaus gebaut werden soll. Vor drei Jahren wurde der Bau fertiggestellt, der heute „die Visitenkarte für die Gemeinde“ ist, wie Tholen meint. Es herrschten bessere Arbeitsbedingungen und die Stimmung und Motivation der neun Mitarbeiter in der neuen Umgebung sei deutlich zu spüren.

Netto-Markt wichtiger Schritt

Wichtig war dem Diplom-Verwaltungswirt Tholen auch der Erhalt von Strukturen in der Gemeinde. So habe sich die Gemeinde stark gemacht für den Neubau des Netto-Marktes in Börgermoor. Die Voraussetzungen des Betreibers habe man geschaffen, um die Standortsicherung für die Bürger zu ermöglichen. Auch der neue Kindergarten im ebenfalls neuen Baugebiet, der derzeit in Börgerwald gebaut werde, trage zur guten Entwicklung in der Kommune mit 4500 Einwohnern bei, meint Tholen. All diese Themen hätten bei der Bauleitplanung berücksichtigt werden.

Neue Aufgabe in Friesoythe

Denn bei seinem neuen Job ist dies eine zentrale Aufgabe. Tholen wird bei der Stadt Friesoythe als stellvertretender Fachbereichsleiter „Stadtentwicklung“ angestellt sein. Zuständig ist er neben der Bauleitplanung und -verwaltung auch für die Wirtschaftsförderung, berichtet der 51-Jährige, der künftig mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann.

In guter Erinnerung wird er die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Rathaus behalten, wie Tholen meint. Dies bestätigt auch Bürgermeisterin Andrea Schmidt. In den gemeinsamen sieben Jahren habe man viel erreicht. Viele Gespräche seien geführt worden, um die Kommune zu entwickeln. Er habe dabei auch immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter, Gewerbetreibenden und auch Bürger gehabt, so Schmidt. Doch er habe es auch nicht immer allen recht machen können, wie Tholen ergänzt und auch offen zugibt.

Aufgabe für Nachfolger

Auch wenn er zahlreiche Projekte abgearbeitet hat, für seinen Nachfolger gibt es schon eine Aufgabe. Das Gelände des ehemaligen Netto-Marktes soll neu mit Leben gefüllt werden. Nach dem Abriss des alten Supermarktes wird im kommenden Jahr auch das jetzt leer stehende zweite Gebäude auf dem Grundstück abgerissen. Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, das gesamte Gelände mit einem Investor zu beplanen. Dies habe bislang aber nicht geklappt, wie Tholen erklärt.

Stellenausschreibung abgeschlossen

Nun will die Gemeinde dieses Areal selbst vermarkten. Entstehen soll ein Mischgebiet mit Gewerbe- und Wohnbebauung. Tholen und Schmidt könnten sich vorstellen, dass dort künftig Büroflächen, ein Blumenladen, ein Café oder Imbiss oder eine Drogerie entstehen. Auch bei der Wohnbebauung sei man flexibel – von Mehrparteienhäusern über Bungalows für Senioren ist alles möglich.

Die Nachfolge von Tholen läuft derzeit seitens der Samtgemeinde Nordhümmling. Wie Samtgemeindebürgermeister Christoph Hüntelmann mitteilt, ist die Ausschreibung der Stelle erfolgt. Da die Frist erst kürzlich abgelaufen sei, habe noch keine Entscheidung getroffen werden können, so Hüntelmann.


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