Dickes Lob für Nordhümmlinger Dry Dudes erobern Herzen von „Supertalent“-Jury und Publikum

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Surwold/Esterwegen. Dreimal grünes Licht, dreimal Ja – besser geht es nicht: Souverän haben die Dry Dudes ihren Auftritt in der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ gemeistert, Jury und Publikum ins Herz getroffen und viel Lob eingeheimst.

Mit der Top-Bewertung der dreiköpfigen Jury um Pop-Produzent Dieter Bohlen hat das Nordhümmlinger Akustik-Pop-Duo Erwin Holm (23, Produktionshelfer aus Esterwegen) und Patrick Schütte (25, Gitarrenlehrer aus Surwold) nach einem sympathischen Auftritt, den sie schüchtern und sichtlich nervös begannen, dann aber ihre Scheu rasch ablegten, den Sprung in die nächste Runde der Show geschafft. Damit dürfen die beiden vom Einzug ins Finale träumen, dessen Sieger 100.000 Euro gewinnt (siehe „Zur Sache“).

Ein Song für die Großeltern

Die Dry Dudes traten mit dem Song „Orange House“ auf, den Holm seinen Großeltern gewidmet hat. Oma und Opa waren auch im Einspielfilm vor dem Auftritt zu sehen. Mit ihnen verbindet den Esterweger nach eigenem Bekunden eine besonders liebevolle Beziehung, weil sie sich sehr um ihn gekümmert hätten, als er ein Kind war. Mit dem Song, der sich um die Liebesgeschichte von Holms Großeltern und den „schrägen Wunsch“ (Holm) der Großmutter nach einem orangenen Haus geht, wolle er ihnen etwas zurückgeben. Auf der Bühne wurde das Duo, das sich 2015 bei einem regionalen Gesangswettbewerb in Neulehe kennengelernt hatte, von einem Streicherquintett begleitet – Ex-Kommilitonen und Arbeitskollegen von Schütte, der an der Musikschule des Emslandes arbeitet.

Ritterschlag: Dieter Bohlen klopft Erwin Holm auf die Schulter. Von dessen Stimme war der "Pop-Titan" sehr beeindruckt. Quelle. RTL/Screenshot: NOZ


Bruce Darnell schwärmt: Supersupergut

In der Aufzeichnung der Auftaktsendung zur zwölften Staffel am Samstagabend fiel die Bewertung von Juror Bruce Darnell in seiner für ihn typischen Aus-dem-Häuschen-Attitüde aus. „Supersupergut. Wirklich ganz toll“, schwärmte Darnell nach dem Auftritt der Dry Dudes. „Ihr seid wahnsinnig sympathisch, mir hat das echt gefallen.“ Dabei war vor allem Erwin Holm sichtlich nervös ans Mikrofon getreten. „Ich kann gar nicht glauben, dass das hier wirklich passiert“, sagte der Esterweger, nachdem Bohlen ihn gefragt habe, warum er so traurig dreinblicke.

Das Duo und sein sympathischer Auftritt kamen gut an – auch beim Publikum. Die Zuschauer quittierten die Darbietung mit stehenden Ovationen.

(Weiterlesen: Nordhümmlinger Pop-Duo bei „Das Supertalent“)

Auch Sylvie Meis – die TV-Moderatorin und Ex-Frau des Fußballprofis Rafael van der Vaart (u. a. Hamburger SV) – gab eine Positivbewertung ab: „Euer Auftritt hat mir sehr gut gefallen. Es war schön klein gehalten, sehr nah, und ich hab mich weggeträumt. Es war schön.“

Dieter Bohlen: Eine klasse Stimme

Bohlen bescheinigte Holm eine „klasse Stimme. Die Stimme war eine 1: sehr sehr viel Gefühl. Du lässt Dir auch Zeit. Da kommt eine innere Ruhe und auch Spannung rüber. Ein top Sänger bist Du.“ Holms Stimme sei das Beste gewesen. „Man hört, dass ihr ne Menge Ed Sheeran hört. Hat mir gut gefallen. Der Song war schön traurig“, meinte Bohlen. Das beste seien aber nicht der Song oder die Streicher, sondern Holms Stimme gegeben. Als Bohlen die Stern-Medaille überreichte, klopfte er dem Esterweger anerkennend auf die Schulter.

(Weiterlesen: Nordhümmlinger Pop-Duo nach Traumjahr mit neuer Single am Start)

Schütte und Holm zeigten sich von dem Urteil überwältigt. „Wenn man so ein Kompliment von Dieter Bohlen bekommt, kann man glaube ich nur aus dem Häuschen sein. Auch Silvies und Bruces Lob war toll“, erklärt Schütte auf Anfrage unserer Redaktion.

Der entscheidende Moment für die Dry Dudes: Die gesamte Jury sagt Ja. Quelle: RTL/Screenshot. NOZ


So nervös wie nie zuvor

Als sie vor dem Auftritt im Tunnel gestanden hätten, seien sie „so nervös wie noch nie“ gewesen. Viel sei ihnen da nicht mehr durch den Kopf gegangen. „Wir haben versucht, uns auf unseren Auftritt zu konzentrieren“, berichtet Schütte.

(Weiterlesen: Nordhümmlinger Band Dry Dudes kommt groß raus)

Im Nachhinein dann habe sich das Ganze tatsächlich wie ein Traum angefühlt. „Teilweise erinnern wir uns auch gar nicht mehr daran, was die Jury genau gesagt hat. Gott sei dank gibt es ja eine Aufzeichnung, in der wir es noch sehen konnten“, sagt Schütte. Während die Sendung am Samstagabend lief, hatten die Dry Dudes einen Auftritt beim Festival des Jugend- und Kulturzentrums Rhauderfehn. Ihr Fernsehauftritt war am 6. August in Bremen aufgezeichnet worden, die Dry Dudes waren bis zur Ausstrahlung aber zu Stillschweigen verpflichtet.

Gespannt auf Reaktionen

Nun seien die Dry Dudes gespannt auf die Reaktionen. „Wir schreiben momentan viele Songs, spielen einige Konzerte und sind natürlich total gespannt, ob wir im Finale landen werden“, sagt Schütte. Die Stern-Medaille zum Einzug in die nächste Runde kann ihnen aber niemand mehr nehmen.

Die Dry Dudes waren im Übrigen nicht die einzigen Emsländer in der Show. Als Publikumsjoker saß die 22-jährige Kira Jürgens aus Papenburg auf einem prominenten Platz.

(Weiterlesen: Dry Dudes mit neuer Single am Start)


Bewertet werden bei „Das Supertalent“ die außergewöhnlichen Performances von der dreiköpfigen Jury. Mit dem Drücken des grünen Buzzers zeigt der Juror, dass ihm der Auftritt gefällt. Wenn ein Auftritt nicht gefällt, kann die Jury dies mithilfe des roten Buzzers zeigen. Mit zwei roten Buzzern ist für den Kandidaten die Show vorbei.

Mit dem „Goldenen Buzzer“ hat jeder Juror im Verlauf der einzelnen Castingsendungen die Möglichkeit, seine Mitjuroren zu überstimmen und einen Kandidaten direkt ins Finale zu befördern. Jedes Jurymitglied hat dazu zweimal die Möglichkeit, sodass auf diese Art sechs Finalisten gewählt werden.

Die übrigen Bewerber, die die Jury in den Castings überzeugen, erhalten eine „Stern-Medaille“. Am Ende aller Castingauftritte wählt die Jury aus diesen noch einmal die besten sechs aus, die ebenfalls in Finale kommen.

Im großen Live-Finale treten die besten zwölf Kandidaten gegeneinander an: Wer besitzt das größte Talent, das größte Unterhaltungspotenzial?

Im Finale entscheiden dann ganz alleine die Zuschauer mit ihren Telefonanrufen, wer den Titel „Supertalent 2018“ und damit 100.000 Euro Siegprämie verdient.

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