Hoher Aufwand für nur noch wenige Kunden Tafelausgabestelle in Surwold geschlossen

Meine Nachrichten

Um das Thema Nordhümmling Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Dank und Anerkennung zollten Ulrich Nehe (2. v. l.), Andrea Schmidt (5. v. r.) und Holger Gerdes (rechts) den Helfern der Surwolder Tafelausgabestelle. Foto: SKFM PapenburgDank und Anerkennung zollten Ulrich Nehe (2. v. l.), Andrea Schmidt (5. v. r.) und Holger Gerdes (rechts) den Helfern der Surwolder Tafelausgabestelle. Foto: SKFM Papenburg

Surwold. Gut zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung ist die Tafelausgabestelle in Surwold jetzt geschlossen worden. Die Anzahl der hilfsbedürftigen Menschen in der Nordhümmlinggemeinde, darunter vor allem Flüchtlinge, ist stark gesunken.

Als im Herbst 2015 vermehrt Flüchtlinge auch ins nördliche Emsland kamen, entstand in den Gemeinden vielfach die Notwendigkeit, aber auch der Wunsch, Menschen unkompliziert und schnell zu helfen. So auch in Surwold, wo Anfang 2016 auf Initiative der Gemeinde gemeinsam mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) Papenburg eine Tafelausgabestelle (Schleusenstr. 74) gegründet wurde.

Unterstützung durch Lebensmittelspenden

Unterstützt von der Bundestafel, band der SKFM die Ausgabestelle in die Organisation der Papenburger Tafel mit ein, sodass Abläufe und Infrastruktur schnell aufgebaut werden konnten, wie SKFM-Geschäftsführer Holger Gerdes in einer Pressemitteilung weiter erklärt. Einzelhändler und Bäcker in Surwold bekundeten nach seinen Worten umgehend ihre Unterstützung durch Lebensmittelspenden, viele Surwolder hätten sich mit Sach- und Finanzspenden engagiert. Schließlich hätten sich im Ort mehr als 15 Freiwillige gefunden, die ehrenamtlich das gespendete Brot, Gemüse, Obst und andere Nahrungsmittel aufbereiteten und verteilten. Fortan öffnete die Tafel alle zwei Wochen ihre Türen, dir Surwolder Tafelausgabestelle koordinierte sich hierbei eng mit den Ausgabestellen in Esterwegen und Papenburg.

Flüchtlinge zurück in die Heimat

Nach zwei Jahren ist Gerdes zufolge nun die Anzahl der hilfsbedürftigen Menschen in Surwold gesunken, „viele Flüchtlinge sind entweder in ihre Heimat zurückgegangen oder in größere deutsche Städte gezogen“. Für relativ wenige Kunden der Tafelausgabestelle sei der organisatorische Aufwand zuletzt sehr hoch gewesen, sodass sich nach intensiven Abstimmungen die Gemeinde, die beteiligten Ehrenamtlichen sowie der SKFM schweren Herzens entschieden hätten, die Ausgabestelle zu schließen.

Bei einem abschließenden Treffen der Ehrenamtlichen in gemütlicher Runde bedankten sich Bürgermeisterin Andrea Schmidt (CDU), SKFM-Vorsitzender Ulrich Nehe und Gerdes bei den Helfern. In den mehr als zwei Jahren wurden insgesamt über 1000 Lebensmittelpakete verteilt, „mit hoher Motivation der Ehrenamtlichen und großer Wertschätzung gegenüber den Kunden der Tafel“, wie Gerdes betont. Diesen Einsatz könne man gar nicht genug honorieren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN