Ein Bild von Christian Belling
28.08.2018, 15:16 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

"Sprache des Sports" greift auch in Surwold

Kommentar von Christian Belling

Über den Sport kommen die jungen Flüchtlinge in Kontakt mit gleichaltrigen Einheimischen. Foto: Christian BellingÜber den Sport kommen die jungen Flüchtlinge in Kontakt mit gleichaltrigen Einheimischen. Foto: Christian Belling

Surwold. In Surwold arbeiten der örtliche Sportverein, die Jugendhilfeeinrichtung Johannesburg sowie die Betriebe vor Ort zusammen, um jungen Flüchtlingen die Integration zu erleichtern. Ein Kommentar.

Die Sprache des Sports ist eine einfache. Vielfach reichen Gestiken und Mimiken aus, wo vorhandene Sprachbarrieren die Kommunikation zu Beginn noch erschweren.

Diese Erkenntnis macht sich der SV Surwold in enger Zusammenarbeit mit der Jugendhilfeeinrichtung Johannesburg zu Nutzen. Junge Flüchtlinge werden über den Sport integriert und bekommen dadurch Zugang zu gleichaltrigen Einheimischen. Mit der Zeit wird über das Hobby auch die Sprache erlernt und sich gegenseitig zu Geburtstagen eingeladen. Ein toller Weg, den auch anderen Sportvereine im nördlichen Emsland beschreiten.

Doch nicht nur die Flüchtlinge profitieren von dieser Herangehensweise. Auch für den SV Surwold springt etwas dabei heraus. Viele der „Neuzugänge“ bringen aus rein sportlicher Sicht gesehen jede Menge Talent mit, was den Mannschaften im Trainings- und Spielbetrieb zugutekommt. Und durch die auf dem Sportplatz verfestigten Sprachkenntnisse fällt es zudem leichter, die Flüchtlinge in der Arbeitswelt unterzubringen.

Sport verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Alter – diese Erkenntnis ist nicht neu, trifft aber auch auf dörflicher Ebene zu.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN