Reparatur läuft Pflasterung an Esterweger Begräbnisstätte abgesackt

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Esterwegen. Die Pflasterung im vorderen Bereich der offenen Gedenkhalle am Friedhof an der Bundesstraße 401 ist abgesackt. Sie wird derzeit wieder instand gesetzt.

Aufgrund des moorigen Untergrundes ist die Fläche, die etwa sechs Quadratmeter groß ist, abgesackt. Ein Gartenbauunternehmen ist derzeit damit beschäftigt, das Pflaster aufzunehmen und den Untergrund mit Sand auszubessern. Im Anschluss werden die Steine neu verlegt. Bis Mittwoch soll die Pflasterung wieder fertig sein.

Am Sonntag steht damit dem Gedenkgottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe nichts mehr im Weg. Beginn ist um 18 Uhr. Der Friedensgottesdienst wird zum Weltfriedenstag von den Kolpingsfamilien aus Esterwegen, Bockhorst, Gehlenberg und Lorup ausgerichtet. Da es vor Ort kaum Parkmöglichkeiten gibt, wird ein Shuttleservice eingerichtet. Die einzige Parkmöglichkeit befindet sich daher im Gewerbegebiet an der Bockhorster Straße. Ein kostenloser Shuttlebus bringt die Besucher zum Friedhof und zurück. Die letzte Abfahrt ist um 17.45 Uhr.

Zu Beginn des Jahres stand die Begräbnisstätte gleich zwei Mal in Folge im Fokus, als Unbekannte insgesamt drei Gedenktafeln im Eingangsbereich der Anlage stahlen. Im März waren zwei Tafeln aus Bronze entwendet worden, im April eine weitere, 90 mal 60 Zentimeter große, bronzene Platte. Das für die Instandhaltung zuständige Innenministerium hatte damals angekündigt, dass künftig voraussichtlich bei der Neuinstallation weniger wertvoller Materialien verwendet werden sollen.

Auf der Gräberanlage an der Bundesstraße wurden die Toten der Konzentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum sowie bis 1945 aller Strafgefangenenlager im Emsland in Einzelgräbern beerdigt. Außerdem ruhen hier mindestens zwei sowjetische Kriegsgefangene, die im Arbeitskommando Klostermoor verstorben waren.


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