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23.07.2018, 13:38 Uhr KOMMENTAR

Steigende Renten: Blick in die Papiere sinnvoll

Von Christian Belling


Die Rentner hierzulande erhalten ab Juli mehr Geld. Symbolfoto: Andreas Gebert/dpaDie Rentner hierzulande erhalten ab Juli mehr Geld. Symbolfoto: Andreas Gebert/dpa

Surwold. Aufgrund der Rentenerhöhung müssen einige Senioren wieder eine Steuererklärung abgeben. Der Lohnsteuerhilfeverein in Surwold berichtet von einer zunehmenden Anzahl von Rentnern, die eine Beratung in Anspruch nehmen. Ein Kommentar.

Um mehr als drei Prozent sind zum 1. Juli in Deutschland die Renten gestiegen. Bei einer monatlichen Rente von 1000 Euro bedeutet dies 30 Euro mehr im Geldbeutel.

Doch bei aller Freude über die Erhöhung, sollte jeder Rentner überprüfen, ob er dadurch nun wieder steuerpflichtig ist. Auch wenn nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bundesweit nur rund 54.000 Rentner davon betroffen sind, ist der für viele lästige Blick in die Papiere auf Einkünfte und Ausgaben sinnvoll, um Überraschungen und Aufforderungen zur Steuerabgabe vom Finanzamt vorzubeugen.

Doch da das deutsche Steuerrecht kompliziert ist, haben „Normalbürger“ kaum die Möglichkeit, die Materie ohne externe Beratung zu verstehen. In manchen Familien sind eventuell einige im Steuerwesen beschäftigt, was Senioren das Offenlegen der eigenen Finanzlage einfacher macht.

Wer davon allerdings keinen Gebrauch machen kann, sollte keine Scheu haben, die Beratungsstellen vor Ort aufzusuchen – was im Übrigen nicht nur für Senioren gilt. Und das im besten Fall frühzeitig und nicht erst, wenn sich das Finanzamt bereits gemeldet hat und erste Fristen im Raum stehen.


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