Hitze führte zu schnellem Wachstum Spargelbauern im nördlichen Emsland zufrieden

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Surwold. Die Spargelbauer Kampen aus Surwold und Schwering aus Fresenburg zeigen sich zum Ende der Saison mit dem Verkauf generell zufrieden. Das Stangengemüse sei aufgrund der vielen warmen Tage eher zu schnell gewachsen, bemängeln sie aber dennoch.

Als „Sprint und nicht als Dauerlauf“ bezeichnet Thomas Kampen die Spargelsaison 2018. Zwar seien viel Sonne und warme Temperaturen, wie es sie fast durchgehend im Mai gegeben hat, gut für das beliebte Gemüse. Allerdings würde der Spargel bei um die 30 Grad wachsen „wie blöd“, so Kampen. Dadurch seien sie zum einen kaum mit dem Stechen hinterhergekommen. Außerdem hätten sich die Köpfe zu schnell violett gefärbt und teilweise bereits angefangen zu blühen. Um zur Ersten-Wahl-Qualität zu zählen, müssen diese jedoch weiß und geschlossen bleiben. Im Hofladen der Familie Kampen würde der Spargel jedoch sowieso nicht nach offiziellen Qualitätsmaßstäben geordnet, sondern in die Kategorien dick, mittel und dünn. „Damit fahren wir ganz gut“, erklärt der Sohn der Familie.

Weiße Folie bei Hitze

Um das Wachstum des Spargels etwas zu regulieren, arbeiten die Anbauer mit Folien. Bei wenig Sonne und zu kalten Temperaturen ziehen sie das schwarze Plastik über das Gemüse. In diesem Jahr hätten sie jedoch ausschließlich mit der weißen Seite gearbeitet. „Das hatten wir noch nie“, so Kampen. Ohne die Folie hätten sie den Spargel zweimal am Tag stechen müssen. So hatten sie jedoch gerade genug. „Wenn wir zuviel Spargel hätten ernten müssen, wäre die Hälfte auf dem Misthaufen gelandet, das ist auch nicht gut.“

Für die Surwolder endete die Saison bereits eine Woche früher als üblich. Die Qualität habe zum Ende nachgelassen, dem Spargel haben zwischenzeitliche Ruhephasen gefehlt. Die letzten Triebe würden sie stehen und wachsen lassen müssen, damit es auch im kommenden Jahr wieder Spargel gibt.

Viele Blüher

Wilhelm Schwering aus Fresenburg dagegen konnte sogar noch bis über den 24. Juli (Johannistag), dem offiziellen Ende der Spargelzeit, hinaus ernten. Die Ware sei bis zum Schluss noch „ordentlich“, so Schwering. Insgesamt konnten sie etwas mehr Spargel verkaufen als im vergangenen Jahr. Er spricht von einem „guten Durchschnitt“. Doch auch sein Spargel sei sehr schnell gewachsen. „Es gab viele Blüher den Sommer hindurch, die sind für den Verkauf nicht ganz so gut“, sagt der Anbauer. Er ist froh, dass die Zeit sich nun dem Ende neigt. „Die letzte Woche habe ich selbst noch gestochen. Für unsere Leute ist die Saison schon länger vorbei.“


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