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28.06.2018, 06:07 Uhr SPARGELBAUERN IM NÖRDLICHEN EMSLAND ZUFRIEDEN

Der Verzicht steigert den Genuss


Die Spargelernte ist offiziell vorbei. Foto: Katharina PreuthDie Spargelernte ist offiziell vorbei. Foto: Katharina Preuth

kap Surwold. Die Spargelbauern des nördlichen Emslandes sind mit der diesjährigen Saison zufrieden. Bis es wieder Spargel gibt, dauert es jetzt erst mal eine Weile und das ist gut so. Ein Kommentar.

Seien wir mal ehrlich: Spargel ist faserig, bitter, wässrig und für ein Gemüse – im Gegensatz zu Roter Beete beispielsweise – nicht außergewöhnlich gesund. Und dennoch fiebern gerade die Deutschen dem Beginn der Saison entgegen. Die Spargelpreise bestimmen dann für wenige Wochen die Gespräche und Rezepte werden ausgetauscht.

Das Vergnügen währt aber nur kurz. Mit dem Johannistag am 24. Juni endet die Zeit des weißen Stangengemüses.

Doch genau hier liegt der Reiz. Anders als bei Kartoffeln oder Möhren ist die frische Variante nicht ganzjährig im Supermarkt zu finden. Der lange Verzicht über den Herbst und Winter steigert die Vorfreude auf den Frühlingsboten und den Genuss. Aber dann ist es auch erst einmal wieder gut. Spargelfans haben diverse Kilo verspeist, und nicht wenige sind des Gemüses vorerst überdrüssig. Kunden, Bauern und die Pflanze haben sich eine Auszeit verdient. Bis der Spargel mit Beginn des neuen Jahres wieder sehnsüchtig erwartet wird.


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