Intensive Debatte vor Abstimmung CDU Nordhümmling setzt bei Hüntelmann auf „Vernunftlösung“

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Breddenberg. Intensiv hat der Nordhümmlinger CDU-Samtgemeindeverband am Mittwochabend debattiert, bevor sich die Versammlung mehrheitlich für eine Unterstützung des parteilosen Christoph Hüntelmann für die Wahl des Samtgemeindebürgermeisters aussprach. Deutlich wurde dabei, dass es sich eher um eine „Vernunftlösung“ als um einen „Wunschkandidaten“ handelt.

Dass es an den fachlichen Qualifikationen Hüntelmanns, der seit vier Jahrzehnten im Esterweger Rathaus arbeitet, seit 2001 als Erster SG-Rat, keinen Zweifel gibt, stellte keiner der knapp 30 Parteimitglieder infrage. Vielmehr rieben sich einige daran, dass der Kandidat erneut parteilos und kein CDU-Mann ist. Auch der Zusammenschluss der CDU mit den anderen Fraktionen der SPD und UWG bei diesem Thema, den Einzelbewerber gemeinsam zu unterstützen, missfiel einigen Christdemokraten.

„Besondere Situation“

„Diese Kritik haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen häufiger gehört“, so der CDU-Samtgemeindevorsitzende Wilhelm Küwen. Doch der plötzliche Tod der bisherigen SG-Bürgermeisters Stefan Eichhorn im April habe eine besondere Situation hervorgebracht. „Die Vorschriften sehen vor, dass bis Anfang Oktober ein Nachfolger gewählt werden muss. In der Kürze der Zeit muss man auch erst einen Kandidaten finden, der die Qualifikationen mitbringt und die Samtgemeinde wieder in ruhiges Fahrwasser führt“, erklärte Küwen.

Gemeinsamer Einzelbewerber

Nach Gesprächen mit der SPD und UWG habe sich der CDU-Vorstand darauf verständigt, mit Hüntelmann Kontakt aufzunehmen und ihn als gemeinsamen Einzelbewerber zu unterstützen. Mehrmals fiel am Mittwochabend während der Versammlung in Breddenberg dabei das Wort der „Vernunftlösung“. Bei der abschließenden Abstimmung votierten die Christdemokraten bei 19 Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung dafür, den 61-Jährigen zu unterstützen. Die Wahl des neuen Samtgemeindebürgermeisters kann nach Vorstellung der CDU, vorbehaltlich der Zustimmung des SG-Rates, am Sonntag, 23. September, erfolgen.

Blick auf neuen Ersten SG-Rat

Die Nordhümmlinger Christdemokraten lenkten für den Fall einer Wahl Hüntelmanns, den Blick auf den dann frei werdenden Posten des Ersten SG-Rates. „Dies ist dann eine Schlüsselposition, die von einem CDU-nahen Mann besetzt werden sollte, der in den ersten Jahren noch vom Samtgemeindebürgermeister herangeführt werden kann“, so Küwen.

Vor der Abstimmung über eine Unterstützung des CDU-Samtgemeindeverbandes stellte sich Hüntelmann vor. „Ich habe alle Bereiche der Verwaltung durchlaufen, verfüge über einen entsprechenden Erfahrungsschatz und kann die Aufgabe nahtlos übernehmen“, teilte der Esterweger mit, der sich selbst als Praktiker und Allrounder bezeichnete. Die Aufgabe eines SG-Bürgermeisters sieht er auch darin, „Impulsgeber“ und „Strategieträger“ zu sein.

Vereine mitnehmen, Ehrenamt fördern

Aktuell stünden viele Projekte auf der Tagesordnung, die angegangen oder fortgesetzt werden sollen. „In Zusammenspiel mit den Mitgliedsgemeinden sowie der jungen und leistungsfähigen Verwaltung ist dies möglich“, so Hüntelmann. Als SG-Bürgermeister will er zudem die Vereine und Verbände mitnehmen sowie das Ehrenamt fördern.

Als Schwerpunkte in den nächsten Jahren bezeichnete der 61-Jährige die Bau- und Gewerbegebietserschließung, die Nahversorgung, den Wegebau sowie Investitionen in Schulen und Bildung. Auch die ärztliche Versorgung und ein schnelles Internet hob er hervor. Langfristig gesehen wünsche er sich einen „Masterplan“ für die Samtgemeinde, der Ziele und Visionen nennt.


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