Kreis will Zuschuss erhöhen Mehr Geld für die Kultur in Meppener Gästehaus

Von Mirco Moormann

Das Jugendkulturgästehaus in Meppen erhält mehr Geld pro Jahr. Foto: Archiv/HinrichsDas Jugendkulturgästehaus in Meppen erhält mehr Geld pro Jahr. Foto: Archiv/Hinrichs

Esterwegen/Meppen. Zur Durchführung des Kulturprogramms im Jugend- und Kulturgästehaus Meppen wird dem Meppener Kunstkreis künftig ein jährlicher Kreiszuschuss in Höhe von 41.000 Euro gezahlt.

Die Jugendherberge, die sich in der Nachbarschaft des Meppener Kunstkreises und dem Emsland Archäologie-Museum befindet, ist Teil des internationalen Kulturprogammes „Netzwerk Koppelschleuse“. Wie im Ausschuss für Kultur und Tourismus des Landkreises vom Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp mitgeteilt wurde, haben sich die Programmbuchungen über das Gästehaus mit 71 Gruppen im Jahr 2017 gegenüber 2016 (35 Gruppen) verdoppelt und machten rund 20 Prozent der gesamten Gruppenführungen im Emsland Archäologie Museum aus.

Um weiterhin niveauvolle Programme anbieten und den gestiegenen Personal- und Sachkosten Rechnung tragen zu können, wurde von Gerenkamp vorgeschlagen, den bisherigen Kreiszuschuss ab 2018 auf 41.000 Euro anzuheben. Dafür seien im Haushaltsplan 2018 des Landkreises Emsland bereits entsprechende Mittel veranschlagt. Im Jahr 2000 war ein Zuschuss von 60.000 D-Mark veranschlagt worden, dieser wurde 2012 auf 33.700 Euro angehoben.

Durch das Neztwerk wird laut Gerenkamp halbjährlich ein variables Programm erarbeitet, das besonders für Jugendliche und Schulklassen, aber auch für Familien attraktiv sei. Ziel der Programme sei vor allem die Förderung von Kreativität und Phantasie, das Erlernen künstlerischer Fähigkeiten und das Erfahren kulturhistorischer Ereignisse und Begebenheiten. Vom Netzwerk werden zudem gemeinsame Veranstaltungen geplant und durchgeführt.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Arnold Terborg (CDU) betonte das wichtige, breite Angebot der kulturellen Bildung in Meppen und sprach sich für eine Erhöhung des Zuschusses aus. Alle weiteren Mitglieder folgten ihm unisono. Der SPD-Abgeordnete Ulrich Wilde nannte das Angebot „einen Gegenpol zur materialistischen Gesellschaft“ und forderte darüber hinaus eine weitere Förderung der kulturellen Angebote im gesamten Kreisgebiet.

Gerenkamp sagte daraufhin, dass derzeit in Planung sei, die Angebote unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, wo es Unterstützungsbedarf gebe. „Wir wissen aber oftmals nicht, wo der Schuh drückt“, so Gerenkamp, der die Kulturschaffenden aufforderte, sich bei Bedarf beim Landkreis zu melden.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass der Kreisausschuss die Erhöhung des Zuschusses zu beschließen.