Grundlegende Sanierung zu teuer Heideweg in Surwold wird ausgebessert

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Im Herbst 2016 haben Anlieger des Heidewegs erstmals auf den Zustand der Fahrbahn hingewiesen. Foto: Mirco MoormannIm Herbst 2016 haben Anlieger des Heidewegs erstmals auf den Zustand der Fahrbahn hingewiesen. Foto: Mirco Moormann

Surwold. Seit fast zwei Jahren streiten sich Anwohner des Heidewegs in Surwold-Börgermoor mit der Gemeinde wegen des teilweise maroden Zustands der Fahrbahn. Nun ist eine Lösung in Sicht. Die wird aber nur von vorübergehender Dauer sein.

Denn die Gemeinde plant eine Ausbesserung der Schäden an der Fahrbahn. Auf diese kostengünstige Lösung hatten sich Anwohner und die Gemeindespitze bei einer Anliegerversammlung geeinigt, berichtete Bürgermeisterin Andrea Schmidt auf Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

Das Ingenieurbüro Schwennen aus Werlte hatte die Kosten für eine grundlegende Sanierung des Wegs auf rund 300.000 Euro beziffert – zu viel derzeit für die Gemeinde, aber auch für die Anlieger. Die wären wegen der Straßenausbausatzung nämlich mit 75 Prozent der Kosten, also rund 225.000 Euro oder je 9375 Euro bei 24 Grundstücksinhabern im Boot gewesen. Nun kommt die Gemeinde lediglich ihrer Verkehrssicherungspflicht nach und lässt die gröbsten Schäden an der gepflasterten Fahrbahn beheben. Die dafür anfallenden Kosten konnte Schmidt noch nicht beziffern, weil sie sich erst nach einer Angebotsabfrage beziehungsweise einer Ausschreibung ergeben wird.

Anlieger müssen nur bei Vollsanierung zahlen

Für reine Ausbesserungsarbeiten können die Anlieger laut Satzung nicht herangezogen werden, nur bei einer wesentlichen Verbesserung oder Erneuerung der Straßen, erklärte Schmidt. Anwohner hatten der Bürgermeisterin in der Ratssitzung im Oktober 2017 vorgeworfen, das Thema zu lange liegengelassen zu haben. Sie hätten bereits im Herbst 2016 das Gespräch gesucht, ohne dass Bewegung in die Angelegenheit gekommen wäre.

(Weiterlesen: Heideweg-Anwohner in Surwold fordern Straßensanierung)

Nach der Ratssitzung vor einem halben Jahr war eine Befragung der 24 Anlieger des Heidewegs durchgeführt worden. Dabei kam heraus, dass das größte Problem in dem Wohngebiet die Wasseransammlungen nach stärkeren Regenfällen sind. Die bilden sich in den Absackungen der Pflastersteine. Ein Problem, das es in Surwold nicht nur am Heideweg gibt, wie Bürgermeisterin Schmidt sagt. Sie nannte die Beispiele Schützenweg, Ringstraße und Wulfentange.

Gesamtkonzept zur Entwässerung muss her

Deshalb soll nun ein Gesamtkonzept zur Oberflächenentwässerung erstellt werden. Bei diesen dann irgendwann notwendigen Arbeiten am Kanalnetz soll dann auch der Heideweg vollständig saniert werden. Ohnehin würde eine jetzige Komplettsanierung des Heidewegs ohne eine passende Planung der Entwässerung keinen Sinn machen, ergänzte Schmidt.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Ausbesserungsarbeiten am Heideweg in Auftrag zu geben, als auch Angebote von Ingenieurbüros für einen Entwässerungsplan einzuholen.

(Weiterlesen: Surwolder Rat entscheidet über Heideweg-Sanierung)


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