Willem Korte tritt bei Meisterschaft an Esterweger will Deutschlands schnellster Tapezierer werden

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Esterwegen. Der Esterweger Malermeister Willem Korte nimmt an einem ganz besonderen Wettkampf teil: Der 36-Jährige hat sich für die Deutsche Meisterschaft im Schnelltapezieren qualifiziert.

Die erste Hürde hat Korte bereits genommen: Auf dem Vorentscheid in Bremen konnte er sich gegen sechs Kontrahenten durchsetzen und das Ticket zum Finale in Wuppertal lösen. Dabei galt es, eine vier Mal 2,50 Meter große Wandfläche möglichst schnell mit Rauhfaser zu tapezieren. Dies ist Korte eigenen Angaben zufolge sehr gut gelungen, in nur 8,07 Minuten hatte er die zehn Quadratmeter mit Tapeten beklebt.

Schnelligkeit und saubere Verarbeitung

Bewertet wurde dabei neben der Schnelligkeit auch die saubere Verarbeitung ohne Nähte und Blasen. Durch die alltägliche Arbeit habe er in den vergangenen 20 Jahren eine gewisse Routine entwickelt, meint Willem Korte, der im Familienbetrieb Korte in Esterwegen arbeitet. „Das geht mir einfach gut von der Hand“, so der 36-Jährige, der wegen des Wettkampfs, der in der Eingangshalle des Bremer Hauptbahnhofs stattfand, extra seine Geburtstagsfeier um einen Tag verschoben hatte. Aufgrund des Siegs habe sich dies auch gelohnt, meint Korte im Gespräch mit unserer Redaktion. Er sei dann noch in Bremen mit den mitgereisten Kollegen feiern gewesen, so Korte.

Für schnelle Arbeit bekannt

Er habe sich zum Wettkampf angemeldet, da er von seinem Bruder, Firmenchef Klaus Korte, und den Kollegen dazu animiert worden sei – und auch für seine schnelle Arbeitsweise bekannt ist. Letztlich habe sich die Bewerbung ja auch gelohnt, meint Willem Korte. Im Wettkampf musste er zuerst die Tapetenbahnen einkleistern und dann zum Einweichen ablegen. Die Stoppuhr wurde für die Einweichzeit gestoppt. Erst als er sich wieder mit der Leiter vor der Wand platzierte, sei die Uhr wieder angelaufen, so Korte, der für den Wettkampf sein eigenes Werkzeug wie Bürste und Reißschiene benutzen durfte.

Gute Zeit vorgelegt

Mit seinen 8,07 Minuten hat Korte eine gute Zeit vorgelegt. Wie er mitteilt, habe es in den weiteren Vorrunden nur einen schnelleren Tapezierer gegeben. Und das denkbar knapp: „In Berlin hat jemand die Wand in 8,06 Minuten geschafft“, berichtet Korte. Andere hätten hingegen deutlich länger benötigt, ein Teilnehmer hätte sogar eine Bahn zu wenig vorbereitet und somit die Wand nicht fertigstellen können.

Im Finale, das im Dezember bei der Firma Erfurt in Wuppertal ansteht, muss dann eine etwas größere Fläche tapeziert werden. 16 Quadratmeter stehen dann an. Aus dem vergangenen Jahr kennt Korte schon die Siegerzeit. 14.24 Minuten hätten gereicht. Er plane eine Zeit von etwa zwölf Minuten ein, sagt der Malermeister selbstbewusst. Durchsetzen muss er sich dann gegen weitere Sieger aus den Vorrunden, von denen noch zwei anstehen in Düsseldorf und Stuttgart. Pro Vorrunde sind höchstens 14 Teilnehmer zugelassen. Eine besondere Vorbereitung auf den Wettkampf habe er nicht im Sinn, „einfach hinfahren und es auf mich zukommen lassen“, lautet sein entspanntes Motto. Auf den Sieger warten ein Pokal und 500 Euro Prämie.


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