Führungsriege im Amt bestätigt SOVD Surwold hat „stets offenes Ohr für alle Mitglieder“

Von Hermann-Josef Tangen

Den SOVD Surwold führen (von links) Susanne Mehlhase, Anni Funke, Johannes Ortmann, Mechthild Bursian, Hans Kerssens und Ursula Hunfeld. Foto: Hermann-Josef TangenDen SOVD Surwold führen (von links) Susanne Mehlhase, Anni Funke, Johannes Ortmann, Mechthild Bursian, Hans Kerssens und Ursula Hunfeld. Foto: Hermann-Josef Tangen

Surwold. Mit einem bewährten Führungsgremium unter dem Vorsitz von Hans Kerssens ist der SOVD-Ortsverband Surwold in das 71. Jahr seines Bestehens gestartet. Als ein wichtiges Ziel hat sich der Vorstand die Integration von sozial Benachteiligten auf die Fahne geschrieben.

Auch wenn man mit Stolz auf die erfolgreiche Arbeit der zurückliegenden 100 Jahre blicken könne, in denen der Sozialverband Deutschland (SOVD) den Sozialstaat entscheidend mitgeprägt habe, gelte es, den Blick nach vorn zu richten, betonte der SOVD-Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende Bernd Sackarendt während der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Surwold.

„Wir treten für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ein und kämpfen für die Rechte Benachteiligter“, brachte er die Aufgaben des Verbandes auf den Punkt. Als eine starke und unüberhörbare Einrichtung lege der SOVD den Finger in die Wunde und mache politischen Druck. In Bezug auf die vom neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) losgetretene Sozialdebatte zum Thema Armut erklärte Sackarendt, dass Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Geringverdiener unweigerlich auf die Altersarmut zusteuern würden. Der Mindestlohn sei noch keine Garantie für eine Verbesserung.

Weitere „Baustellen„

Als weitere „Baustellen“ nannte er den Mangel an Pflegekräften, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, den Ausbau des Personennahverkehrs, den sozialen Wohnungsbau und die Inklusion im Berufsleben.

„Bei uns finden mehr als 400 Mitglieder stets ein offenes Ohr“, betonte SOVD-Ortverbandsvorsitzender Hans Kerssens. Der seit 1947 bestehende Verband sei Ansprechpartner, wenn es um soziales Entschädigungsrecht gehe, um Rechte für Schwerbehinderte, um Fragen in der Renten-, Arbeitslosen-, Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie um die Grundsicherung und die Sozialhilfe. Durch gezielte Ansprachen und die Integration von Betroffenen in die Gemeinschaft leiste man darüber hinaus einen wirkungsvollen Beitrag, um der auch in unserer Region zunehmenden Vereinsamung von Menschen wirkungsvoll entgegenzutreten, so Kerssens.

Ausflug abgesagt

Schriftführerin Mechthild Bursian berichtete, dass die Ortsgruppe im vergangenen Jahr neben Mitgliedertreffen und Vortragsveranstaltungen auch gesellige Abende durchgeführt hatte. Mangels Interesses habe der jährliche Ausflug allerdings abgesagt werden müssen, bedauerte sie. In diesem Jahr soll eine Fahrt zur Botanika in Bremen sowie zum U-Boot-Bunker Valentin stattfinden. Im Juni findet ein Informationsaustausch mit anschließendem Grillen und im Oktober ein Doppelkopfturnier statt.

Treue Mitglieder geehrt

Reibungslos über die Bühne ging der Tagesordnungspunkt Neuwahlen. Alle Kandidaten erhielten einstimmige Bestätigungen in ihren Ämtern. Das Führungsgremium bilden weiterhin: Hans Kerssens (Vorsitzender), Anni Funke (Stellvertreterin), Hans Ortmann (Schatzmeister), Ulla Hunfeld (Frauensprecherin), Mechthild Bursian (Schriftführerin) und Susanne Mehlhase (Stellvertreterin). Als Beisitzer fungieren Susanne Janßen, Manfred Kerssens und Siegfried Kohnen, Revisoren sind Werner Dierkes, Herbert Christmann und Heinz Hanneken.

Zahlreiche Mitglieder wurden mit Ehrennadeln und Urkunden für ihre zehnjährige Verbandstreue geehrt, Präsente für langjährige Mitarbeit im Vorstand erhielten Bernd Kassens, Helmut Janßen und Birgit Niemann.