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Im Alter von 39 Jahren Bürgermeister der Samtgemeinde Nordhümmling tot

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Im Alter von 39 Jahren verstorben: Stefan Eichhorn. Foto: Jürgen Eden/ArchivIm Alter von 39 Jahren verstorben: Stefan Eichhorn. Foto: Jürgen Eden/Archiv

Esterwegen. Schock in der Samtgemeinde (SG) Nordhümmling: SG-Bürgermeister Stefan Eichhorn (parteilos) ist tot. Ein Sprecher der Polizei bestätigte am Montagnachmittag entsprechende Informationen unserer Redaktion.

Die Beamten gehen nach den bisherigen Erkenntnissen von einer Selbsttötung aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover lief gegen den 39-Jährigen ein Ermittlungsverfahren. Wie deren Sprecher, Oberstaatsanwalt Thomas Klinge, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, bestand ein Anfangsverdacht wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie. Im Zuge des Verfahrens habe es im März eine Wohnungsdurchsuchung gegeben, bei der die Ermittler Datenträger sichergestellt hätten. Die Durchsicht dieser Datenträger sei allerdings noch nicht abgeschlossen gewesen, so Klinge.

Eichhorn war seit 2014 Verwaltungschef im Esterweger Rathaus. Er trat die Nachfolge von Hermann Tebben an, der in den Ruhestand wechselte. Bei der Wahl hatte sich Eichhorn mit 67,7 der Stimmen überraschend eindeutig gegen den CDU-Bewerber Lukas Wübbolt durchgesetzt. Für seine Kandidatur hatte er sein SPD-Parteibuch abgegeben, um als unabhängiger Kandidat ins Rennen gehen zu können. Seit 2008 war der gebürtige Leeraner Kämmerer der Samtgemeinde gewesen. Seine Ausbildung im Verwaltungsdienst durchlief er in der Gemeinde Rhauderfehn. Nach dem Studium war Eichhorn in Helmstedt tätig.

Die Amtsgeschäfte im Esterweger Rathaus übernimmt nun vorerst der Erste SG-Rat Christoph Hüntelmann.


Hilfe bei psychischen Problemen

Normalerweise berichten wir nicht über Selbsttötungen, da nach derartigen Nachrichten die Nachahmerquote massiv ansteigt. In diesem Fall machen wir eine Ausnahme, da der Tod des Samtgemeindebürgermeisters eine besondere Aufmerksamkeit erfährt.

Bitte holen Sie sich rechtzeitig Hilfe, wenn Sie selbst betroffen sind und kontaktieren Sie die Telefonseelsorge. Dort wird Ihnen kostenlose Hilfe angeboten. Hier geht es zu der Homepage der Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de/). Unter der Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 können Sie dort auch kostenlos dort anrufen.

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