Förderung für private Projekte erhöht Änderungen des Dorferneuerungsplans in Börgermoor

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Die Bürger aus Börgermoor können sich am 12. April über private Maßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung informieren. Foto: Mirco MoormannDie Bürger aus Börgermoor können sich am 12. April über private Maßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung informieren. Foto: Mirco Moormann

Börgermoor. Im Rahmen des Dorferneuerungsplans Börgermoor, der 2010 genehmigt wurde, haben sich aufgrund einer Änderung der sogenannten ZILE-Richtlinie für die Umsetzung von privaten Maßnahmen Auswirkungen ergeben.

Wie die Gemeinde Surwold mitteilt, haben Privatpersonen nur noch in diesem Jahr die Möglichkeit, Zuwendungen zu beantragen. Ihre Anträge müssen sie spätestens bis zum 15. September 2018 über die Gemeinde Surwold beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) in Meppen einreichen.

Förderungssummen erhöht

Die maximale Höhe der Förderung pro privatem Objekt wurde zudem von 25.000 Euro auf 50.000 Euro erhöht. Der Fördersatz beträgt für förderfähige Maßnahmen 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Dieser Fördersatz kann um fünf Prozent erhöht werden, wenn die angedachte Maßnahme den Handlungsfeldern des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) Hümmling entspricht.

Interessierte können sich mit der Gemeindeverwaltung in Surwold (Ludger Tholen, Telefon 04965/913118) oder dem ArL, Geschäftsstelle Meppen (Thomas Kerkhoff, Telefon 05931/8827407) in Verbindung setzen.

Infoveranstaltung am 12. April

Ergänzend zu den persönlichen Beratungsgesprächen bereitet die Gemeinde Surwold in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro eine Informationsveranstaltung am Donnerstag, 12. April 2018, um 18.30 Uhr im Kommunikationszentrum „Alter Bauhof“ (Schleusenstraße 74) vor, in dessen Rahmen die Fördermöglichkeiten anhand von Beispielen aus der Praxis erläutert und beschrieben werden. Zu dieser öffentlichen Bürgerversammlung sind alle interessierten Bürger eingeladen. Die Inanspruchnahme der Beratungsleistungen für den potenziellen Antragsteller einer privaten Dorfentwicklungsmaßnahme ist kostenfrei und unverbindlich.

Wie bisher sind die von außen sichtbaren Maßnahmen an vor 1960 errichteten Gebäuden, die Dämmung, statisch notwendige Arbeiten sowie die dorftypische Außengestaltung grundsätzlich förderfähig. Die Objektbewertung und die Materialwahl richten sich weiterhin nach den Vorgaben des Dorferneuerungsplanes Börgermoor.

Förderung für ortsbildprägende Gebäudesanierung

Daneben bestehen erweiterte Fördermöglichkeiten, etwa im Zusammenhang mit der Um- oder Nachnutzung ortsbildprägender dorftypischer Gebäude oder dem Neu-, Aus- und Umbau ländlicher Dienstleistungseinrichtungen sowie Gemeinschaftsanlagen. Ergänzend ergeben sich neue Fördermöglichkeiten wie die Förderung von „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ oder der Schaffung, Erhaltung, Verbesserung und Erweiterung lokaler Basisdienstleistungseinrichtungen zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung. Hierzu zählen laut Gemeinde etwa Dorf- und Nachbarschaftsläden, barrierefreie Nah- und Grundversorgungseinrichtungen, Einrichtungen für Kinder, Jugendliche oder Senioren und ländliche Dienstleistungsagenturen.

Auch Innenausbau förderfähig

Im Rahmen von Umnutzungsprojekten und der Revitalisierung von Bausubstanz ist zudem auch der Innenausbau unter besonderen Bedingungen förderfähig. Die maximale Höhe der Förderung ist hierbei vom Vorhaben abhängig und liegt zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Der Fördersatz bewegt sich zwischen 25 und maximal 35 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.


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