Viele Jahre im Bistum Osnabrück tätig Esterweger Heinrich Hanneken gestorben

Der aus Esterwegen stammende Heinrich Hanneken, ehemaliger Domkapitular an der Osnabrücker Kathedralkirche, ist gestorben. Foto: Bistum/Ruth BeerbomDer aus Esterwegen stammende Heinrich Hanneken, ehemaliger Domkapitular an der Osnabrücker Kathedralkirche, ist gestorben. Foto: Bistum/Ruth Beerbom

Osnabrück/Esterwegen. Heinrich Hanneken, ehemaliger Domkapitular an der Osnabrücker Kathedralkirche und langjähriger Seelsorger in der Osnabrücker Domgemeinde, ist am Ostersonntag im Alter von 86 Jahren gestorben.

Wie das Bistum Osnabrück mitteilt, war Hanneken rund 50 Jahre, von 1964 bis 2013, Autor und Sprecher von plattdeutschen und hochdeutschen Morgenandachten im NDR-Hörfunk und wurde dadurch auch über die Grenzen des Bistums Osnabrück bekannt.

Der 1931 in Esterwegen geborene Geistliche wurde 1956 in Osnabrück zum Priester geweiht und war anschließend Kaplan in Hamburg. Von 1962 bis 1972 war er Rektor und Seelsorger an der Katholischen Landvolkhochschule Oesede in Georgsmarienhütte, danach vier Jahre Pfarrer in Freren und von 1976 bis 1989 Personalreferent in Osnabrück und damit für den Einsatz des pastoralen Personals im Bistum verantwortlich.

1979 wurde Hanneken zum Domkapitular ernennt. Ab 1995 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 war er auch stellvertretender Generalvikar des Bistums. Hanneken war laut Bistum auch im Ruhestand noch als beliebter Seelsorger in der Osnabrücker Domgemeinde tätig und wurde als ein den Menschen zugewandter Priester geschätzt. Er wird am kommenden Samstag, 7. April, im Anschluss an ein Pontifikalrequiem im Dom um 10 Uhr auf dem Domherrenfriedhof in Osnabrück beigesetzt.

Dass Hanneken seinen Bezug zur Heimat nie verloren hatte, das zeigte sich auch auf der Feier zum goldenen Priesterjubiläum 2006. Damals bezeichnete ihn der Festprediger, Weihbischof Theodor Kettmann, als „bekennenden Esterweger“. Zum 80. Geburtstag 2011 hielt Bischof Franz-Josef Bode die Predigt. Dass der Esterweger seiner Heimat auf dem Hümmling eng verbunden war, hätte sich „am Dom“ in Osnabrück, nachdem ihn der Bischof 1976 zum Personalreferenten des Bistums berufen hatte, schnell herumgesprochen. „Oft und gerne erzählt er von Esterwegen und den dort lebenden Menschen“, berichtete Bode. „Noch äben aower Esterwegen“, hieß es, wenn er aufgrund seiner vielfältigen Aufgaben in der Region unterwegs war.