Wie soll Landwirtschaft aussehen? Gitta Connemann informiert in Surwold über Agrarpolitik

Von Kathleen Grüter

Über die Zukunft der Landwirtschaft diskutierten in Surwold (von links) Hartmut Moorkamp, Gitta Connemann und Günter Wigbers. Foto: Kathleen GrüterÜber die Zukunft der Landwirtschaft diskutierten in Surwold (von links) Hartmut Moorkamp, Gitta Connemann und Günter Wigbers. Foto: Kathleen Grüter

kagr Surwold. Über die Agrarpolitik nach der Bundes- und Landtagswahl hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann während eines Meinungsaustausches in Surwold informiert. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter des CDU-Arbeitskreises „Landwirtschaft, Umwelt und Energie“ im Kreisverband Aschendorf-Hümmling sowie einige Landwirte teil.

„Nach den Wahlen haben sich einige Veränderungen ergeben, weshalb wir das Thema Agrarpolitik heute in den Fokus holen wollen“, betonte Arbeitskreisleiter Hartmut Moorkamp. Nach dem Eintritt der Christdemokraten in die niedersächsische Landesregierung habe CDU-Ministerin Barbara Otte-Kinast das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übernommen.

Großes Aufregerthema

„Ernährung und Landwirtschaft ist heute ein großes Aufregerthema in der Öffentlichkeit“, erklärte Connemann. Entgegen der Tatsache, dass die produzierten Lebensmittel qualitativ gut und sicher seien, wären die meisten Verbraucher mit der Produktionsweise nicht einverstanden. Daher sei es besonders wichtig, zu klären, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen solle. „Man kann sich auf alles einstellen, aber wir brauchen eine gute Planung“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete.

Gesellschaftliche Erwartungen

„Es kann nicht sein, dass die gesellschaftlichen Erwartungen auf die Zeche der Landwirte zurückfällt“, so Connemann weiter. Dabei sei es unter anderem eine Herausforderung, ein staatliches Label einzuführen, das marktdurchdringend sei und sicherstelle, dass die Landwirte für den Mehraufwand auch entschädigt werden. „Auch über die Finanzierung werden wir reden müssen.“

Ferkelkastration ein Thema

Auch das Thema „Ferkelkastration“ wurde angesprochen. Ab 2019 sei es Connemann zufolge verboten, Ferkel ohne Narkose zu kastrieren. Allerdings fehle es den Landwirten an alternativen Möglichkeiten und praktikablen Verfahren, so die Christdemokratin weiter. Auch die strafrechtliche Verfolgung von Tierschutzorganisationen, die Kameras in Ställen anbringen, müsse nach ihren Worten weiter thematisiert werden. „Ich habe eine klare Meinung zu dem Thema. Das Eigentum muss geschützt werden“.

Ständiger Strukturwandel

Zudem wurde die Frage nach einem weiteren Strukturwandel im Bereich der Landwirtschaft diskutiert. „Wenn man mit den Landwirten redet, sagen viele, dass sie aufhören wollen, wenn sie zu hohe Investitionen tätigen müssen“, erklärte Bernd Schulte-Lohmöller. Weitere Landwirte stimmten seiner Meinung zu. „Die Veränderungen werden sich fortsetzen, vor allem bedingt durch die ständigen Innovationen im Bereich der Technik“, erklärte Connemann. Der Wandel mache sich nach ihren Worten vor allem im Bereich der Landwirtschaft bemerkbar, da Landwirte nicht nur Produkte erzeugen, sondern auch die Landschaft aktiv mitgestalten.