Arbeiten dauern bis Mitte 2019 Großprojekt Rathausumbau in Esterwegen hat begonnen

Meine Nachrichten

Um das Thema Nordhümmling Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im hinteren Bereich erhält das Rathaus in Esterwegen einen etwa 400 Quadratmeter großen Anbau, in den auch die Polizei einziehen wird. Foto: Mirco MoormannIm hinteren Bereich erhält das Rathaus in Esterwegen einen etwa 400 Quadratmeter großen Anbau, in den auch die Polizei einziehen wird. Foto: Mirco Moormann

Esterwegen. Das Rathaus der Samtgemeinde Nordhümmling in Esterwegen wird erweitert und saniert. Das Projekt, das nun begonnen hat, soll bis Mitte 2019 fertig sein – und dann 1,7 Millionen Euro gekostet haben.

Der Umbau samt Sanierung erfolgt in mehreren Abschnitten. Mit der Modernisierung der Heizungsanlage ist laut Erstem Samtgemeinderat Christoph Hüntelmann der erste Schritt bereits abgeschossen. Mithilfe einer Luft-Wasser-Wärmepumpe habe man eine moderne und klimaschonende Lösung umgesetzt. Zudem wird das fertige Rathaus eine Photovoltaikanlage auf dem Dach bekommen. Als Mitglied der Energieregion Hümmling habe man eine Vorbildfunktion, der man mit diesen Maßnahmen gerecht werde, so Hüntelmann.

Anbau auch für Polizei

Derzeit wird mit den vorbereitenden Arbeiten zur Erweiterung des Gebäudes begonnen. Im hinteren Bereich des Rathauses wird der Anbau aus dem Jahr 1999, der ursprünglich ein Flachdach war, verlängert und komplett zweigeschossig ausgebaut. Im Innern kann dann im Erdgeschoss das Trauzimmer vergrößert werden, zudem entsteht im Anbau die neue Polizeistation samt Übergangs- und eigenen Eingangsbereich.

Insgesamt wird eine zusätzliche Fläche von 400 Quadratmetern geschaffen, so Hüntelmann. Im Obergeschoss werden mehrere neue Büros eingerichtet, ein Besprechungsraum und sanitäre Anlagen. Auch bleibt noch eine Reserve von etwa 75 Quadratmetern, die bei Bedarf schnell ausgebaut werden könne, so der Erste Samtgemeinderat.

„Platzen aus allen Nähten“

Die Erweiterung ist nötig geworden, da im Rathaus aufgrund von steigendem Mitarbeiterbedarf kein Platz mehr ist. „Wir platzen aus allen Nähten“, so Hüntelmann. Ursprünglich war der seitliche Anbau vor knapp 20 Jahren als Erweiterung samt Reserve gedacht gewesen, meint Hüntelmann. Doch durch die Übernahme von Aufgaben im Bereich der Grundsicherung (Optionsmodell) wurden die Flächen für Sachbearbeiter des Jobcenters benötigt. Somit wurden die neuen Flächen relativ schnell wieder in Beschlag genommen.

Unterdessen hätten auch die Aufgaben in anderen Bereichen wie etwa dem Bauamt oder dem Bürgerbüro zugenommen. Jüngst sei ein neuer Kollege für die EDV-Administration eingestellt worden, und Regionalmanager Ralph Deitermann hat ebenfalls turnusgemäß die Kommune gewechselt und hat sein Büro nun in Esterwegen. Mit dem neuen Anbau, der über einen Flur erreichbar sein wird, der bereits beim Anbau 1999 vorausschauend errichtet worden sei, habe man künftig genügend Platz, alle Angestellten vernünftig unterzubringen, so Hüntelmann.

Komplett neue Fassade

Nach der Rohbauphase wird das Rathaus eine komplett neue Fassade aus rot-braunen Klinkersteinen samt Isolierung erhalten, auch die Flachdächer verschwinden unter Pultdächern. Die Verblender sind im Laufe der Jahre marode geworden. Der Ausbau zum Parkplatz für den Ratssaal wird mit weißen Platten verkleidet, um ihn optisch hervorzuheben. „Das Rathaus wird dann wieder aussehen wie neu“, meint Hüntelmann. Die Substanz des 1982 errichteten Gebäudes sei noch sehr gut, sodass ein Neubau, der laut Hüntelmann „sicherlich das Dreifache der jetzigen Summe von 1,7 Millionen Euro gekostet hätte“, nicht in Frage kam.

Die Grafik rechts zeigt die künftige Ansicht, links ist die vordere Fassade mit dem Ratssaal zu sehen

Im Anschluss an die Mauerarbeiten werden dann der Innenausbau sowie alle anderen Gewerke abgeschlossen. Wenn zeitlich alles klappt, dann soll das fertige Rathaus Mitte 2019 wieder in neuem Glanz erstrahlen, so Hüntelmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN