Handlungsfelder bearbeitet Schwerpunkte für Hümmlinger Naturparkplan stehen

Von Christian Belling


Esterwegen. Jetzt geht es an die Ausarbeitung: Mit den jetzt in Esterwegen durchgeführten Workshops in den Handlungsfeldern „Natur und Klima“ sowie „Wirtschaft und Landnutzung“ sind die Vorarbeiten zur Erstellung eines ganzheitlichen Planes für den Naturpark Hümmling abgeschlossen.

Mit dem bereits eine Woche vorher in Hüven behandelten Themengebiet „Naherholung und Kultur“ sind damit die während des Auftaktforums in Werlte Ende Januar gesammelten Ideen konkretisiert worden. „Diese Priorisierung dient als Grundlage für den Naturparkplan, den wir am 26. Juni in Lähden vorstellen wollen“, teilte Julian David vom Beratungsbüro Koris aus Hannover mit, das die Konzeptentwicklung für den Naturpark fachlich begleitet.

Arbeitsgruppe übernimmt weitere Ausarbeitung

Die weitere Ausarbeitung wird David zufolge von begleitenden Arbeitsgruppen übernommen. „In den nächsten Wochen wird festgelegt, welche Projekte in den Plan aufgenommen werden.“ Dieser soll allen am Naturpark Hümmling beteiligten Kommunen, Verbänden oder Institutionen als Konzept zur Orientierung dienen und Zugänge zu Fördermitteln erleichtern.

„Viele konkurrierende Nutzungsansprüche“

Während des Workshops in Esterwegen stand die Konkretisierung von Projekten in den Handlungsfeldern „Natur und Klima“ und „Wirtschaft und Landnutzung“ im Vordergrund. „Das Hümmling hat in diesen Bereichen unter anderem als Energieregion viel zu bieten“, machte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp zu Beginn deutlich. Es gelte bei der Konzepterstellung nach seinen Worten alle Belange miteinander zu vernetzen und in Einklang zueinander zu bringen. Als Beispiel nannte er die Bereiche der Naherholung und der Waldnutzung, die laut Gerenkamp durchaus unterschiedliche Interessen hätten. „Hier ist eine gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich.“ Auch David gab die Marschroute vor, „die vielen konkurrierenden Nutzungsansprüche miteinander zu verbinden.“

Ziele kristallisieren sich heraus

Für beide in Esterwegen behandelten Handlungsfelder hätten sich David zufolge bereits während des Auftaktforums einige Ziele herauskristallisiert. So soll sich im Bereich „Wirtschaft und Landnutzung“ unter anderem ein Dialog zwischen unterschiedlichen Nutzungsansprüchen etablieren. Auch eine umweltverträgliche und nachhaltige Landnutzung innerhalb des Naturparkgebietes soll gefördert werden. Ebenso eine kommunikative Verbesserung bei der Vermarktung regionaler Produkte.

Im Themengebiet „Natur und Klima“ soll die Entwicklung der Kultur- und Naturlandschaft im Vordergrund stehen. Zudem wird die Vernetzung von Biotopen und der Erhalt von Ruhezonen angestrebt. Auch der Bereich der Umweltbildung soll eine Rolle spielen.

Hümmling-Bahn soll attraktiver werden

Jeder der rund 70 Teilnehmer konnte mit je einem Aufkleber deutlich machen, welche Projektidee ihm besonders wichtig ist. Besonders viele Stimmen erhielt der Vorschlag zur touristischen Attraktivierung der Hümmling-Bahn zwischen Lathen und Werlte. Darüber hinaus stimmten die Teilnehmer häufig für eine Sicherung des Klimaschutzmanagements, einen gemeindeübergreifenden Kompensationsflächenpool, die Gründung einer Arbeitsgruppe „Forst“, die Aufwertung des Theikenmeeres in Werlte, den Ausbau des Naherholungsgebiets am Erikasee in Esterwegen sowie die Etablierung des Jugendklosters in Ahmsen.

„Bekommen einen guten Plan“

In Kleingruppen wurden anschließend die Ideen mit den meisten Punkten weiter ausgearbeitet. Jetzt stehe laut David die weitere Ausarbeitung an. Erster Kreisrat Gerenkamp ist sich sicher, „dass wir einen guten Plan bekommen werden, in dem sich alle wiederfinden.“ Er machte aber auch klar, dass vor der Realisierung von Projekten, ein entsprechender politischer Beschluss getroffen werden muss.