Café am Erikasee wird erweitert Esterwegen soll neues Tourismuskonzept erhalten

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Esterwegen. Die Gemeinde Esterwegen beabsichtigt, ein Tourismuskonzept mit Schwerpunkt der touristischen Potenziale am Erikasee erarbeiten zu lassen. Zudem soll auch das Café am See erweitert werden. Beide Vorhaben können mit Leader-Mitteln gefördert werden.

Auf der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Hümmling stand das Konzept zur Debatte. Wie Regionalmanager Ralph Deitermann mitteilte, soll mithilfe des Konzeptes die touristische Entwicklung in der Gemeinde untersucht, positiv beeinflusst und gesteuert werden. Dies sei verbunden mit einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Ortes und der Region. Für die Entwicklung von neuen und die Verbesserung von bestehenden Angeboten bedarf es einer Strategie, um aufeinander abgestimmte Projekte zu entwickeln. Hierfür, so Deitermann, müsse die gesamte Gemeinde „unter die Lupe genommen werden“.

Analyse kostet 35.000 Euro

Die Analyse, die laut Deitermann 35000 Euro kosten soll, bezieht auch viele im touristischen Bereich handelnden Personen und Einrichtungen wie die Tourist-Info, den Tourismusverein Esterwegen, den Gewerbeverein, die Gedenkstätte, den Heimatverein und viele andere mit ein. Auch wird laut Beschlussvorlage ein Blick über den Tellerrand geworfen, insbesondere in Richtung Surwold, da hier aktuell an einer Potenzialanalyse zum Erholungsgebiet Surwolds Wald gearbeitet wird. Weiterhin eingebunden werden der Naturpark Hümmling und die Emsland Tourismusgesellschaft.

Erikasee die Hauptattraktion

Auf Basis des Hümmlinger Tourismuskonzeptes aus dem Jahr 2010 soll nun speziell für die Gemeinde Esterwegen eine Konkretisierung erfolgen. Das Erholungsgebiet Erikasee wird darin als eine touristische Hauptattraktion beschrieben mit besonderer Bedeutung für Freizeit und Erholung. Aus diesem Grund soll insbesondere dieses Erholungsgebiet ein Schwerpunkt bei der Entwicklung des Tourismuskonzeptes darstellen. Die zukünftige touristische Ausrichtung trägt auch zur Erhaltung und dem Ausbau der Lebensqualität in der Gemeinde und der Region bei. Vorgesehen ist, die Erarbeitung des Konzeptes vom Ausschuss für Fremdenverkehr und Marktwesen der Gemeinde, ergänzt durch weitere Personen und Einrichtungen begleiten zu lassen. Daneben sind Abstimmungen mit den oben genannten Einrichtungen beabsichtigt.

Café soll Anbau erhalten

Die Gemeinde plant zudem einen Anbau am bestehenden Café, um hier zukünftig Aufenthaltsmöglichkeiten einzurichten, welche auch von Gruppen nutzbar sein sollen. Durch den Anbau wird eine Fläche für Gäste von rund 50 Quadratmetern geschaffen. Auch neue Toiletten sind vorgesehen. Im Außenbereich ist eine Terrasse für die Außengastronomie geplant. Die Stromversorgung erfolgt über eine neue Photovoltaikanlage. Die Baukosten belaufen sich auf 100.000 Euro. Beide Vorhaben, die insgesamt 135.000 Euro kosten, können durch Leader-Mittel mit 50 Prozent gefördert werden. Dafür sprach sich die LAG einstimmig aus.

Die Gemeinde ist nun aufgefordert, den Bewilligungsantrag bei der zuständigen Bewilligungsbehörde – dem Amt für regionale Landesentwicklung – zu stellen und nach Vorlage des Zuwendungsbescheides die Maßnahmen umzusetzen.


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