Figuren stellen Kreuzweg nach Esterweger Fastenkrippe besticht durch Detailfülle

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Esterwegen. In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Esterwegen steht eine Fastenkrippe. Jutepuppen stellen die 14 Stationen des Kreuzweges nach. Die Frauen des Liturgiekreises und der Paramentengruppe haben die Krippe errichtet.

Seit Aschermittwoch nimmt die Fastenkrippe eine Ecke der Kirche in Beschlag. Dort wo in der Adventszeit die Weihnachtskrippe ihren Platz findet, steht nun eine etwas außergewöhnlichere Ausgabe. Mit Liebe zum Detail haben verschiedene Mitwirkenden an dem Projekt gearbeitet. Schon im zehnten Jahr schmückt die Krippe das Gotteshaus. Im Laufe der Jahre hat sie sich entwickelt. Doch ein Großteil der vielen Jutepuppen gehört zum Anfangsbestand. Aus Jute und Draht haben fleißige Frauen die Figuren geformt. Wieder andere haben die Kleider genäht, wobei die Jesusfigur in jeder Station durch sein helles Gewand leicht auszumachen ist. Doch auch die Jünger, die trauernden Frauen am Grab des Gottessohns oder König Pilatus haben sie mit Kleidern ausgestattet. Ein Steinmetz hat das Grab nachgebaut, vor dem der Engel und die Frauen ihren Platz finden. Ein Bild mit einer untergehende Sonne und verschiedene Requisiten, wie der Hahn, der dreimal kräht, nachdem Petrus Jesus verleugnet hat, vervollständigen die Fastenkrippe.

Das letzte Abendmahl

Besonders eindrucksvoll ist das letzte Abendmahl gestaltet. An einer langen Tafel steht die Jesusfigur inmitten seiner Jünger und bricht das Brot, auf dem Tisch steht ein Becher. Die Detailfülle zeigt sich in jeder der 14 Stationen, aber am deutlichsten kommt sie in der Vielzahl der Figuren zutage, die allesamt mit eigenen Kleidchen versehen sind. „Es sind insgesamt 60 Jutepuppen“, sagt Agnes Hanneken. Sie gehört zum fünfköpfigen Aufbauteam. Neben ihr fühlen sich für die Fastenkrippe Thekla Jungsthöfel, Maria Klumpe und Hanna Memering verantwortlich. „In der Fastenzeit besinnen wir uns auf die Leidensgeschichte Jesu und die erklären wir mit den Figuren“, so Lucas Vallikattukuzhy, Pastor der Kirchengemeinde. Sein Vorgänger in Esterwegen, Pater Josef Danne, hatte vor mehr als zehn Jahren die Idee der seltenen Krippe. „Er hat eine ähnlich Krippe in einer anderen Gemeinde gesehen und war ganz begeistert“, erinnert sich Thekla Jungsthöfel.

Viel Betrieb

Durch diese Idee herrscht während der Fastenzeit Betrieb in der Pfarrkirche. Kindergartengruppen und Schulklassen kommen in die Kirche, um das Werk zu bestaunen. Das freitägliche Kreuzwegbeten in der Zeit vor Ostern findet aber noch wie vor an den Bildern des Kreuzweges statt, die an den Kirchenwänden hängen. Dafür nutzt die KFD die Krippe um ihre Andacht, wenn sie denn das Thema Fasten beinhaltet, hier abzuhalten.


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