Max Keck zum Alltagshelden nominiert Kleiner Helfer aus Esterwegen sorgt für große Spenden

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Der elfjährige Max Keck engagiert sich schon seit Jahren für den Verein Leukin und sammelt Spenden durch den Verkauf von Dekoartikeln. Sehr zur Freude von (hinten von links) Maria Lindemann, Christina Kassens, Christa Kossenjans und Ilse Fink sowie (vorne von links) Christa Lindenberg und Heidi Büter. Foto: Mirco MoormannDer elfjährige Max Keck engagiert sich schon seit Jahren für den Verein Leukin und sammelt Spenden durch den Verkauf von Dekoartikeln. Sehr zur Freude von (hinten von links) Maria Lindemann, Christina Kassens, Christa Kossenjans und Ilse Fink sowie (vorne von links) Christa Lindenberg und Heidi Büter. Foto: Mirco Moormann

Esterwegen. Max Keck ist erst elf Jahre alt, engagiert sich aber schon seit sieben Jahren für den Verein Leukin. Der Schüler aus Esterwegen unterstützt die Frauen der Esterweger Bastelgruppe beim Verkauf und Verlosen von Dekoartikeln. Jetzt ist er für den Titel des „Kleinen Altagshelden“ vorgeschlagen worden.

Denn seit sieben Jahren gibt es die Bastelgruppe in Esterwegen, die sich regelmäßig trifft und Dekoartikel bastelt. Diese werden dann verlost oder verkauft. Die insgesamt elf Frauen der Gruppe sind in der gesamten Region unterwegs, auf Weihnachtsmärkten, Hoffesten und anderen Märkten sind sie anzutreffen. Die Erlöse ihrer Aktionen werden komplett an den Verein Leukin aus Ostrhauderfehn gespendet, der sich um Typisierungen für die Suche nach Stammzellenspendern einsetzt.

Mit großem Eifer bei der Sache

Dann ist auch Max oft mit dabei. Er kümmert sich darum, dass die Menschen Lose kaufen und dann ihre Gewinne auch erhalten. Mit sehr großem Eifer mache er sich für die Gruppe und auch für Leukin stark, meint Max Oma, Heidi Büter, nicht ohne Stolz. Sie hatte den Elfjährigen deshalb auch für die Aktion vorgeschlagen.

Doch Max ist nicht nur ein Verkaufstalent – wenn er wie auf dem Nikolausmarkt in Esterwegen schon mal alle Lose innerhalb kürzester Zeit verkauft – er geht auch selbst in die Initiative. So hat er in der Schule – er besucht die Klasse 5d des Hümmling-Gymnasiums in Sögel – schon Leukin-Armbänder verkauft und den Erlös selbstverständlich auch gespendet. Sogar sein eigenes Taschengeld ging schon an den Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder.

Hilfe beim Sturm

Selbst in brenzligen Situationen können sich die Frauen der Bastelgruppe auf ihren jüngsten Unterstützer verlassen. Bei einer Verlosungsaktion in Bockhorst zog ein Unwetter mit starken Windböen auf. Das Zelt der Gruppe drohte wegzuwehen. Beherzt klammerte sich Max an die Stangenkonstruktion und half so mit, dass das Zelt am Boden blieb, erinnern sich die Frauen. Doch am liebsten macht sich Max bei den Verlosungen, daran, die gebastelten Artikel „an die Leute zu bringen“.

Die Esterweger Bastelgruppe hat viele Artikel im Angebot. Einige, wie etwa die leuchtenden Sterne oder die Engel, haben sich zu echten Verkaufsschlagern entwickelt. Denn die Artikel können nicht nur per Los gewonnen, sondern auch gekauft werden. Neue Ideen werden regelmäßig umgesetzt, derzeit sind bemalte oder mit Sprüchen versehene Deko-Herzen in der Planung. Jedes Jahr spenden die Frauen hohe Summen an Leukin, 2016 waren es mehr als 11.000 Euro, die an die Vorsitzende Anna Fennen und die Stellvertreterin Christa Lindenberg übergeben wurden. Bald steht wieder eine Übergabe an, dann werden die Erlöse aus 2017 überreicht.

Am Erfolg von Leukin beteiligt

Wie Lindenberg mitteilt, ist die Bastelgruppe, auch „Sternefrauen“ genannt, stark am Erfolg von Leukin in der Region beteiligt. Im vergangenen Jahr konnten 313.000 Euro an Spenden entgegengenommen werden. Davon seien 9000 Typisierungen für die Datenbank der DKMS finanziert worden, so Lindenberg. Insgesamt hat Leukin seit 1996 etwa 70.000 Menschen in knapp 200 Aktionen typisiert. Aus denen sind bislang 728 Lebensretter hervorgegangen. Insgesamt 72 Service-Points gibt es in der Region. Dort können die Wattestäbchen, mit denen die Typisierungen durch Speichelproben durchgeführt werden, abgeholt und wieder abgegeben werden. Durch Leukin ist die Region zu einer „Hochburg der Typisierten“ geworden.


Wer auch einen Vorschlag zum „Kleinen Alltagsheld“ machen möchte, kann dies bei den Kommunen im nördlichen Emsland, dem Landkreis Emsland sowie bei der Ems-Zeitung machen. Nominierungen per E-Mail können auch direkt an mirco.moormann@noz.de übermittelt werden. Der Einsendeschluss ist um eine Woche verlängert worden und ist nun am Samstag, 10. März. Generell ist es wichtig, eine kurze Beschreibung mit den Daten der Nominierten mitzusenden, damit Kontakt aufgenommen werden kann.

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