Nach Wasserschaden Anfang Januar Statiker muss Oberschule in Börgermoor im Blick halten

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Surwold. Nach dem massiven Wassereinbruch in die Grund- und Oberschule Anfang Januar hat die Samtgemeinde Nordhümmling eine erste Schadensbilanz gezogen. Ein Statiker muss noch für längere Zeit das Gebäude regelmäßig in Augenschein nehmen.

„Ein Großteil der direkt entstandenen Schäden ist schon beseitigt“, berichtet Stefan Eichhorn, Bürgermeister der Samtgemeinde (SG) Nordhümmling, auf Anfrage. Bereits kurz nach dem Rohrbruch, der am Donnerstagmorgen, 4. Januar 2018, durch den Hausmeister der Schule entdeckt worden war, hatten Firmen damit begonnen, die zerstörte Heizungsanlage wieder aufzubauen. „Sie wurde komplett ausgetauscht, der Keller und das Inventar getrocknet und so weiter“, so Eichhorn. Einiges Inventar musste entsorgt werden. Die Heizung war erst im Jahr 2011 eingebaut worden.

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Wasser über Wochen im Erdreich gelandet

Bestätigt hat sich dem Verwaltungschef zufolge die bereits im Januar geäußerte Vermutung, dass der Wassereinbruch im Keller des Gebäudes an der Schulstraße im Surwolder Ortsteil Börgermoor auf ein gerissenes beziehungsweise geplatztes Wasserrohr des Wasserverbandes Hümmling zurückzuführen ist. „Die Verantwortlichkeit aus versicherungstechnischer Sicht liegt damit auch beim Wasserverband als Betreiberin der Rohranlage“, stellt Eichhorn klar.

„Über Wochen“, so der Bürgermeister, sei eine große Menge Wasser in das Erdreich in der Umgebung des gebrochenen Rohres abgegeben worden. „Dieses hat zu einer Unterspülung der mit Betonpfählen gegründeten Gebäude und letztlich zu einem Wassereintritt in den Keller geführt“, so Eichhorn.

Feuerwehr pumpt 26 Stunden lang Keller leer

Das Wasser hatte sich vom Hintereingang des Grundschultraktes, der nicht unterkellert ist, einen etwa 80 Meter langen Weg quer unter dem Gebäude gesucht und war im vorderen Bereich an der Schulstraße, wo das Gebäude einen Keller hat, ins Gebäude eingedrungen. An den Wänden des Kellers war abzulesen, dass das Wasser etwa 1,50 Meter hoch im Keller gestanden haben muss. Wegen der Weihnachtsferien war der Wasserrohrbruch und der Ausfall der Heizung zunächst nicht bemerkt worden. Die Feuerwehr musste mit mehr als 50 Kräften 26 Stunden lang den Keller leer pumpen, zwischenzeitlich waren drei Pumpen mit einer Leistung von insgesamt 1800 Litern je Minute im Einsatz.

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Der Unterricht konnte glücklicherweise bereits am 8. Januar, dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien, wieder aufgenommen werden. „Die Gebäude wurden durch Sachverständige sowie Statiker überprüft. Diese müssen in den kommenden Monaten weiterhin regelmäßig kontrolliert werden.“ Wegen des moorigen Untergrunds stehen große Teile des Gebäudes auf Pfeilern.

Endabrechnung der Schäden noch nicht erfolgt

Die Höhe des Sachschadens kann auch wegen des noch andauernden Einsatzes der Statiker noch nicht endgültig beziffert werden. „Eine Endabrechnung ist noch vorzunehmen. Das wird aber auch noch eine längere Zeit in Anspruch nehmen“, bekräftigte der Bürgermeister. Der Sachschaden dürfte aber in die Zehntausende gehen.


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