Ehrung für Johann Thien Esterweger Sportfischer suchen neuen Vorsitzenden

Von Marion Lammers

Ehrungen erhielten während der Generalversammlung des Sportfischereivereins Esterwegen (von links) Wilhelm Düttmann, Johann Thien und Bernhard Rose. Foto: Marion LammersEhrungen erhielten während der Generalversammlung des Sportfischereivereins Esterwegen (von links) Wilhelm Düttmann, Johann Thien und Bernhard Rose. Foto: Marion Lammers

mls Esterwegen. Auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden ist aktuell der Sportfischereiverein in Esterwegen. Auf der Generalversammlung konnte kein Nachfolger für Johann Thien gefunden werden, der das Amt nach 18 Jahren abgab.

„Nach 18 Jahren möchte ich mein Amt nun gerne an Jüngere weitergeben“ so Thien, der für eine erneute Wiederwahl nicht zur Verfügung stand. Esterwegens Bürgermeister Hermann Willenborg bedankte sich bei dem langjährigen Vorsitzenden für die gute Zusammenarbeit. „In den vergangenen Jahren ist alles hervorragend gelaufen.“

Kein Kandidat trotz vielversprechender Vorschläge

Die anschließenden Wahlen gestalteten sich schwieriger als erwartet. Trotz einiger vielversprechender Vorschläge wurde kein Kandidat gefunden, der das Amt des ersten Vorsitzenden übernehmen wollte. Jetzt sollen weitere Gespräche geführt und in ein paar Wochen ein neuer Vorsitzender im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung gewählt werden. Bis dahin wird Wilhelm Jansen als zweiter Vorsitzender den Verein kommissarisch leiten.

Neuer Gewässerwart

Auch der erste Gewässerwart Bernhard Rose stand für eine Wiederwahl aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. Als Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Dennis Roos vorgeschlagen und von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Unterstützt wird er in Zukunft von Patrick Borchers, der mehrheitlich für den Posten des zweiten Gewässerwartes gewählt wurde. Ebenfalls stand das Votum für die Mitglieder des zukünftigen Ehrenrates an. Dieser setzt sich nun zusammen aus Hermann Koers, Franz Klumpe, Wilhelm Düttmann, Klaus Gruhn und Johann Thien.

„Auf ihn war immer Verlass“

Als Anerkennung für die langjährige Vorstandsarbeit wurde Thien von den Mitgliedern anschließend einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Darüber hinaus erhielt Bernhard Rose die Ehrenmitgliedschaft. Stellvertretend für die Vereinsmitglieder bedankte sich Rose bei Thien für dessen Einsatz. „In den letzten Jahren hat sich sehr viel getan im Verein. Ohne Jan würde es hier nicht so aussehen. Auf ihn war immer Verlass.“ Auch Thien würdigte die Verdienste des langjährigen Gewässerwartes und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit: „Bernhard war mir immer eine Stütze und hat in 21 Jahren hervorragende Arbeit geleistet.“

Zahlreiche Mitglieder geehrt

Das Vereinsmitglied Wilhelm Düttmann war für seine besonderen Verdienste bereits vor den Wahlen von Thien zum Ehrenmitglied ernannt worden. Düttmann war sowohl beim Bau des Vereinsheims als auch der Zaunanlage oder Abholzungen stets zur Stelle und war „mit Trecker und Wagen immer selbstlos im Einsatz.“

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden während der Versammlung zahlreiche Mitglieder geehrt. Heinz Büter, Martin Jansen, Heiner Kassens, Ewald Memering, Lukas Meiners, Hermann Krömer, Hans Hüntelmann, Heiner Kohnen, Ewald Gerwin und Horst Gerwin erhielten entsprechende Urkunden. Für eine 15-jährige Vereinstreue wurden Alexander Brak, Hans Jansen und Oskar Nuss ausgezeichnet.

Biotop zwischen Esterwegen und Hilkenbrook

In seinem Jahresrückblick berichtete Thien über die Fertigstellung eines kleinen Biotops zwischen Esterwegen und Hilkenbrook, das mithilfe der niedersächsischen Bingo-Stiftung nun einen neuen Lebensraum für Kleinfische und Amphibien bietet. Gemeinsam mit den Emsanliegern wurde ebenfalls mit Unterstützung der Bingo-Stiftung ein Gewässer-Prüfkoffer angeschafft. Ein Verbandsbiologe teilte mit, dass die Ohe unter Naturschutz gestellt werde, dieses betreffe jedoch nicht die Arten, die durch den Verein besetzt werden. Einen großen Dank sprach Thien der Hege- sowie der Seniorengruppe aus. „Ohne eure Hilfe wäre so manches Vorhaben nicht möglich gewesen.“