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Moped-Fans gründen Verein Zweitaktfreunde treffen sich zum Schrauben in Surwold

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Die Zweitaktfreunde Emsland haben ihr Vereinsgelände in Surwold. Jürgen Siemer und Dieter Freimuth (3. und 2. von links) haben den Verein gegründet. Mehr als 25 Mopeds haben sie im Bestand. Viele sind im Originalzustand, andere sind umgebaut. Foto: Mirco MoormannDie Zweitaktfreunde Emsland haben ihr Vereinsgelände in Surwold. Jürgen Siemer und Dieter Freimuth (3. und 2. von links) haben den Verein gegründet. Mehr als 25 Mopeds haben sie im Bestand. Viele sind im Originalzustand, andere sind umgebaut. Foto: Mirco Moormann

Surwold. Wenn auf den Straßen Surwolds und Umgebung die bläuliche Abgasfahne im Wind und der unverkennbare Geruch der Motoren in der Luft liegt, dann sind die Zweitaktfreunde Emsland nicht weit.

Insgesamt 15 Frauen und Männer sind es, die sich regelmäßig auf dem Vereinsgelände in Surwold treffen und an ihren Lieblingen schrauben. Jürgen Siemer (38) hat die Gruppe vor gut zwei Jahren ins Leben gerufen. Elf Maschinen nennt er sein Eigen – und ist wie seine Vereinskollegen ein begeisterter Schrauber.

Seit einigen Wochen ist die Gruppe offiziell ein Verein mit Eintrag im Register. Gemeinschaftliche Aktionen wie die Teilnahme am Michelmarkt in Papenburg hat die Gruppe aber auch schon vorher gestartet. Dabei geht es nicht immer ganz ernst zu: „Zu Weihnachten sind wir als Nikoläuse verkleidet mit den Mopeds durch Papenburg und Surwold gefahren“, berichtet Jürgen Siemer. Auch Treffen mit befreundeten Clubs wie den „Töffli-Heizern“ aus Ostrhauderfehn oder den „Bravehearts“ aus Füchtenfeld (Gemeinde Wietmarschen) stehen auf dem Programm. „Dabei kommt man sofort mit den Menschen ins Gespräch und tauscht sich aus“, so Siemer.

Freude an alten Mopeds

Den 15 stetigen Mitgliedern mit ihren insgesamt knapp 30 Mopeds ist dabei wichtig, dass die Fahrzeuge Zweitakter sind. „Die machen einfach Spaß“, meint Siemer, der auch viel Freude am Design der alten Mofas oder Roller hat. So kam ihm gemeinsam mit Gründungsmitglied Dieter Freimuth im Jahr 2015 auch die Idee zum Verein. „Wir saßen in einem Café und haben gesehen, dass viele junge Leute mit ihren Rollern vorfuhren. Leider waren das alles die modernen Teile und kein einziges altes Moped dabei“, so Siemer. Daraufhin habe man sich überlegt, Gleichgesinnte zu suchen, die ebenfalls Freude an den Mopeds der 1970er- und 1980er-Jahre haben.

Wie Siemer weiter mitteilt, sei man im Verein nach einem Jahr schon zu acht gewesen. Und im darauffolgenden Jahr habe man bereits das Dutzend vollgemacht. „Jeder, der sich der Gruppe anschließen möchte, kann dies tun“, sagt der 38-jährige Stahl- und Schiffbautechniker, der schon im Kindesalter über den Vater mit Autos und Motorrädern in Kontakt kam. Schon mit 16 Jahren hatte er seine ersten Mopeds. Im Laufe der Jahre kamen einige hinzu. Dazu zählen laut Siemer auch Exoten wie eine Hercules „Supra 4“ oder eine Zündapp „C 50 Super“. Die Hercules, die Opfer eines Brandes geworden war, hat Siemer in zweijähriger Kleinstarbeit von Grund auf wiederaufgebaut.

Werkzeug und Geräte vorhanden

In der Regel könne man ein Moped aber deutlich schneller wieder fit bekommen, sagt Siemer. In der vereinseigenen Werkstatt seien alle Geräte und Werkzeuge dazu vorhanden. Wer also günstig eine defekte Maschine wieder herrichten will, könne dies in der Werkstatt tun, so der Vereinsgründer. „Für einen neuen Roller zahlen die Jugendlichen heute 4000 Euro“, sagt Siemer. Ein gebrauchtes Moped in alltagstauglichem Zustand hingegen sei schon für 1000 Euro samt Tüv zu haben. Beliebt seien die Modelle Simson aus der ehemaligen DDR. Die sind laut Siemer „günstig und schnell“, und auch die Ersatzteillage sei bestens.

„Wer bei uns mitmachen will, braucht nicht zwingend ein Moped. Man kann sich auch erst mal eins bei uns leihen und sehen, ob das etwas für den- oder diejenige ist“, so Siemer, der sich neue Mitglieder erhofft, die mit möglichst viel Leidenschaft ans Werk gehen oder auch mal verrückte Aktionen starten. So wie Gründungsmitglied Freimuth etwa. Der hat, wie er sagt, mehr als 500 Kilometer zurückgelegt, um eine besondere und seltene Kunststoff-Verkleidung für ein Kreidler-Moped zu besorgen.

Kontakt im Internet

Wer Interesse an den Zweitakt-Freunden Emsland hat, findet sie bei Facebook oder nimmt Kontakt zum Verein im Internet auf unter zweitaktfreunde-emsland.de. Dort sind die Mopeds sowie einige Autos, die auch zum Verein gehören, zu sehen.


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