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Traktorenmuseum als Kulisse Perfektes "Sommerflimmern" in Merzen

Von Martin Heimbrock | 25.08.2019, 13:44 Uhr

Der erste Kinoabend im Rahmen der Reihe „Sommerflimmern“ innerhalb der Samtgemeinde Neuenkirchen lockte viele Besucher an. An einem perfekten Spätsommerabend genossen sie Kino open Air mit Bewirtung. Und in der Schmiede im Haus der Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen ließ Helmut König das Eisen glühen.

Für das Gemeinschaftswerk des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land, des Verein Triebwerk Engagement und Gemeinschaft und der Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen hätten die Bedingungen kaum besser sein können: Sommerliches Wetter, ein herrlich gelegener Vereinsplatz der Traktoren- und Raritätenfreunde in Merzen-Lechtrup, Bewirtung mit Bratwurst, Kaltgetränken, Popcorn und Slush-Eis und ein bestens organisierter Programmablauf.

Bernhard Egbert, der gemeinsam mit Uwe Hummert das Programm organisiert hat, ist Vorsitzender des Neuenkirchener Vereins Triebwerk. „Unser Verein hat sich auf die Fahne geschrieben, mindestens einmal im Jahr ein kulturelles Angebot für die Samtgemeinde Neuenkirchen anzubieten“, sagt Egbert. Wichtig sei ihm, dass Triebwerk nicht in Konkurrenz zu anderen Vereinen stehe, sondern gemeinschaftlich arbeite und unterstützend tätig sei.

„Die Besonderheit an diesem Abend ist, dass die Samtgemeinde Neuenkirchen zum ersten Mal in der Veranstaltungsreihe Sommerflimmern – Kino auf dem Lande dabei ist“, ergänzt Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay als Mitglied des Vereins Triebwerk. Nicht nur das gute Wetter habe zum Gelingen des Abends beigetragen, auch die Gewissheit, dass man mit der Wagenremise eine Alternative bei Regen gehabt hätte, sei organisatorisch sehr gut gewesen.

Bevor der Film „Ein Mann Namens Ove“ auf der an der Wagenremise angebrachten Großleinwand anläuft, begrüßt Josef Plog von den Traktorenfreunden die Besucher. Er freue sich über die zahlreichen Gäste und danke für das Interesse an den Vorführungen des Sägewerks, der Schmiede und der Holzschuhmacherwerkstatt im Vereinsmuseum.

Auch die Triebwerk-Vorsitzenden Ulrike Kornhage und Bernhard Egberg greifen zum Mikrofon und bedanken sich öffentlich bei dem Merzener Verein für die Gastfreundschaft. Bei der Auswahl des Films habe man sich an seinem dörflichen Charakter orientiert. Zudem sei er witzig und sentimental, erinnere daran, dass man auch in schlechten Zeiten noch an die gute Seite des Lebens sehen könne. Petra Gieseke vom Landschaftsverband lobt Uwe Hummerts Organisation und Tontechniker Martin Junker dankt allen Beteiligten für die Zusammenarbeit.

Gezeit wurde der schwedische Film „Ein Mann namens Ove“ aus dem Jahr 2015: Ove, ein grantiger Rentner, hat eigentlich mit dem Leben längst abgeschlossen. Er lebt in einer Einfamilienhaussiedlung, wo er wutentbrannt ständig darauf achtet, dass zahlreiche Verbote eingehalten werden. Seit dem Tod seiner geliebten Frau hat er mehrfach versucht, sich umzubringen, ist aber immer gescheitert. Sein letzter Selbstmordversuch wird durch neue Nachbarn gestört, die beim Einzug versehentlich Oves Briefkasten umnieten. Wutentbrannt will er die Eindringlinge zurechtweisen - und findet überraschend einen neuen Sinn in seinem Leben.