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Gemeinde will Bauantrag stellen Pläne für Merzener Gemeinschaftshaus sind fertig

Von Christian Geers | 05.07.2014, 14:04 Uhr

Die Gemeinde Merzen wird in Kürze beim Landkreis Osnabrück den Bauantrag für ihr Gemeinschaftshaus einreichen. Das hat Bürgermeister Gregor Schröder in der Ratssitzung am Donnerstagabend mitgeteilt. Darin stellte er die endgültigen Entwürfe für das Projekt vor. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro.

Demnach sind die Pläne für das Gemeinschaftshaus auf einem Grundstück nahe den Dorfteichen fertig. „Das Konzept gibt nun alles her, was Merzen benötigt“, fasste Schröder die Gespräche und Beratungen der vergangenen Monate zusammen, deren Ergebnisse in das Raumkonzept eingearbeitet worden seien.

Für Tagespflege (12 Plätze), Vollzeitpflege (14 Plätze) sowie Arztpraxis und Praxis für Physiotherapie stehen insgesamt rund 1300 Quadratmeter zur Verfügung. Die Tagespflege wird von der Caritas-Sozialstation betrieben, die St. Michael Pflege GmbH, die auch das St.-Elisabeth-Stift in Neuenkirchen führt, übernimmt die Vollzeitpflege. Untergebracht werden soll in dem Gemeinschaftshaus auch ein Quartiermanager. Dabei handelt es sich um eine Anlaufstelle, die bei allen Fragen rund um Pflege Rede und Antwort steht. Auch der im vergangenen Jahr gegründete Helferkreis Merzen soll hier ein Büro bekommen.

Die Kosten für den Bau dieses Komplexes bezifferte der Bürgermeister auf rund 1,8 Millionen Euro. Die Summe bringt die Gemeinde Merzen auf. 800000 Euro stehen dafür im Etat 2014 bereit, jeweils eine halbe Million Euro in den Jahren 2015 und 2016. Der Bau der zwölf betreuten Wohnungen mit Gesamtkosten von rund 1,6 Millionen allerdings soll dagegen privatisiert werden. „Nachfragen gibt es bereits“, sagte Schröder.

Der Kommunalaufsicht des Landkreises Osnabrück hat die Gemeinde nach seinen Worten das Projekt bereits eingehend erläutert und auch erste Berechnungen der Folgekosten vorgelegt. Demzufolge trägt sich das Gemeinschaftshaus selbst. Bevor die Gemeinde den ersten Spatenstich tätigen kann, muss sie der Kommunalaufsicht die Verträge mit den einzelnen Betreibern sowie detaillierte Kostenberechnungen vorlegen, „um die Auswirkungen auf die Haushaltwirtschaft“ darzulegen, wie es im Amtsdeutsch heißt. Die Gespräche würden derzeit geführt, so der Bürgermeister.

Lobend habe der Landkreis in einer Bewertung des Haushaltsplanes 2014 festgestellt, dass Merzen in der Lage sei, das Gemeinschaftshaus ohne Kredite zu finanzieren und trotzdem weiterhin schuldenfrei bleibe. Das sei auf kontinuierlich gutes Wirtschaften zurückzuführen, zitierte Schröder aus einem Schreiben des Ersten Kreisrates Stefan Muhle.

„Wir gehen mit dem Steuergeld unserer Bürger verantwortungsbewusst um und setzen es für ihre Bedürfnisse ein“, hob der Bürgermeister mit Blick auf die Baukosten hervor.