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Prioritätenliste für Sanierung Strecken in Campemoor und Nellinghof vordringlich

Von Marcus Alwes | 11.07.2014, 18:10 Uhr

Geht es nach den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses, wird die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden noch in diesem Jahr die ersten Straßensanierungen im Außenbereich vornehmen. Eine Prioritätenliste dazu fand in dem Ratsgremium breite Zustimmung.

Vorgelegt hatte dieses Papier die Verwaltung um Bürgermeister Ansgar Brockmann. Die Kommunalpolitiker sprachen sich schließlich einstimmig dafür aus, vor allem die Sanierung der Holdorfer Straße im Bereich Nellinghof – ein etwa 500 m langer Abschnitt – und die Schulbusstrecke in der Ortschaft Campemoor (Gemeindeweg Nr. 265, rund 900 Meter lang) vordringlich anzugehen.

Aber auch das Teilstück an der Biogasanlage in Bieste, der Gemeindeweg Nr. 151 (Hinnenkamp), die Severinghausener Straße in Hörsten (Weg Nr. 90) und die Reutestraße in Vörden werden beispielsweise in der Beschlussvorlage genannt.

„Wir können als Fraktion die Prioritätenliste gut nachvollziehen und unterstützen sie“, sagte SPD-Ratsherr Andreas Frankenberg. „Auf jeden Fall die Strecke in Campemoor und die Holdorfer Straße“, so Frankenberg, seien möglichst bald in Angriff zu nehmen: „Es ist ein erster Schritt, aber wir müssen nun anfangen.“ Eine Einschätzung, die auch von CDU-Sprecher Bernhard Wessel ausdrücklich geteilt wurde: „Alle Straßen im Außenbereich haben es eigentlich nötig. Doch dieses ist eine treffende Auswahl – und insgesamt der richtige Weg.“

Aufgenommen wurden im Laufe der Debatte zudem die Anregungen der Ratsherren Uwe Hensing (Wählergemeinschaft IGNV) und Bernd Schulte (CDU), bei den Sanierungen auch auf die Straßenbreite zu achten. „In Nellinghof sollte es schon eine Breite von fünf Metern sein“, forderte Hensing. Schulte dachte sogar an 5,50 Meter – in Nellinghof und in Bieste. Auf jeden Fall etwas mehr als zunächst in der Verwaltungsvorlage vorgeschlagen.

Eine endgültige Entscheidung über die Prioritätenliste wird nun in der Ratssitzung am 29. Juli fallen. Bis dahin werden die Fraktionen das Thema noch einmal beraten. In den Gemeindehaushalt 2014 waren ursprünglich für diverse Straßensanierungen im Außenbereich insgesamt 360000 Euro eingestellt worden.

„Wir müssen nun sehen, was von den Sanierungen in 2014 noch konkret umgesetzt und angegangen werden kann“, sagte Bürgermeister Brockmann vor allem mit Blick auf den Faktor Zeit. Dieser spielte bei einem weiteren Beschluss des Bauausschusses unterdessen keine Rolle. Einhellig wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 61 „Ortskern Vörden-Nordost“ auf den Weg gebracht. Das Gebiet umfasst rund 10 Hektar. Es liegt östlich der Osnabrücker Straße. Für größere Teile dieses Gebietes existierte bisher überhaupt noch kein Bebauungsplan. Dies ändert sich nun. Ein Bauleitplanverfahren wird offiziell eingeleitet.