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Neues Stück ab 5. März 2016 Speeldeel Vörden fiebert Premiere entgegen

Von Ilona Uphaus, Ilona Ebenthal | 19.02.2016, 17:02 Uhr

Wenn der Verein „De Speeldeel Vörden“ eins nicht hat, dann Nachwuchssorgen. Auch beim diesjährigen Stück „Wat Oma seggt, warrt maakt“ stehen wieder sehr junge Laienschauspieler neben den alten Hasen auf der Bühne.

Eine alte Wanduhr und eine Gehhilfe lehnen vor dem Eingang zur Schützenhalle in Frede. Jemand hat die Requisiten für das neue Stück hier abgestellt. Am Donnerstag ist Probeabend und Guido große Sextro ist der Erste, der eintrifft. Der Bramscher hat lange in Vörden gelebt und spielt zusätzlich bei der Theatergruppe „Laut & Laise “. Dieses zeitintensive Hobby ist möglich, weil beide Gruppen eine andere Saison haben.

Von der Arbeit auf die Bühne

Zwei Mal die Woche proben die Aktiven der Speeldeel Vörden unter der Regie von Christina Hamberg, berichtet Guido große Sextro. Manchmal auch häufiger, besonders „in der heißen Phase“. Zwei Spielerkollegen steigen aus ihren Fahrzeugen. Sie kommen „direkt von der Arbeit“. In wenigen Minuten sind alle Beteiligten am Start. Pünktlich kann die Probe auf der Bühne beginnen. In der Titelrolle agiert Roswitha Buck als rüstige Oma. Die Vorsitzende des Vereins kann auf die Hilfe der ganzen Familie zurückgreifen. Während Tochter Anita Buck als Souffleuse fungiert, hilft der Rest der Familie beim Bühnenbau.

 Roswitha Buck ist seit der Gründung 1972 dabei. Seit 2003 ist die „Speeldeel“ ein eingetragener Verein. Die Auftritte in den ersten Jahren erfolgten im Saal Wellmann. Als nach Renovierungsarbeiten die Bühne verkleinert wurde, wechselten die Spieler in die Schützenhalle Hinnenkamp. Seit 1998 ist die Schützenhalle in Frede das Domizil des Vereins.

60 Mitglieder, 25 Aktive

Die Bühne ist seit 14 Tagen vorbereitet. Eine Tischgarnitur, ein Schrank, grüner Bodenbelag und rot-weiß-karierte Gardinen, die „Bauernstube“ wirkt hübsch spießig. Hier fehle nur noch „der Feinschliff“, sagt Roswitha Buck. Die Vorsitzende freut sich, denn „wir haben in den letzten Jahren immer ein paar Neue dazu gekriegt“. Zum Beispiel Merle Hamberg, die in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Bühne steht. Sie gehört mit Sarah Schmitz zu den Jüngsten der Runde. Unter den rund 60 Mitgliedern seien 25 aktive Schauspieler, berichtet Roswitha Buck. Manche darunter waren das Plattsprechen anfangs gar nicht gewohnt und lernten daher alles auswendig. Beim ersten Mal „wusste ich nicht den Inhalt des Stücks“, lacht Anneke Eisele, die das Plattdeutsche genau wie ihre Schwester Ulrike Droste-Bohne bei der Speeldeel erst gelernt hat. Bereits im Dezember sind die Spieler zunächst mit dem Lesen des Stückes angefangen. Doch jetzt heißt es intensiv proben, denn die Premiere naht am 5. März.