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Geschäftsführer zieht Bilanz Schumacher: ÖPNV-Ausbau für Niedersachsenpark ein Muss

Von Marcus Alwes | 24.12.2015, 09:02 Uhr

Neuenkirchen-Vörden/Rieste. Die Schaffung bzw. Intensivierung eines Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit Bussen aus Osnabrück, Bersenbrück und dem Kreis Vechta in das interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet hat der Geschäftsführer der Niedersachsenpark GmbH, Uwe Schumacher, als „ein absolutes Muss“ bezeichnet. Gerade auch nach der angekündigten Adidas-Erweiterung.

In einem Bilanzgespräch mit unserer Redaktion unterstrich der Park-Manager, dass „immer mehr Unternehmen“, die mit eine Ansiedlung an der Autobahn 1 bei Rieste und Neuenkirchen-Vörden liebäugeln, „ganz gezielt danach fragen, ob ein solcher ÖPNV vorhanden ist oder geplant sei“. Es gehe also um einen echten Standortfaktor. „Ein Bus-Angebot gewinnt bei den Betrieben zunehmend an Bedeutung“, so Schumacher. Er hoffe deshalb, dass die Gespräche zur Finanzierung eines solchen Projektes mit den beteiligten Kommunen (u.a. die Samtgemeinde Bersenbrück und einige ihrer Mitgliedsgemeinden) trotz der Bedenken einzelner Kommunalpolitiker „schon relativ bald“ zu einem positiven Abschluss geführt werden könnten.

Zu einem solchen ÖPNV-Projekt hatte auch der im Niedersachsenpark angesiedelte Sportartikelgigant Adidas einen nennenswerten Zuschuss in Aussicht gestellt. Unter Ortspolitikern ist die Rede von 120000 Euro jährlich, die der Konzern aus Herzogenaurach zu geben bereit sei. Das wären mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten. Angedacht sind demnach zwei Busstrecken in das Industrie- und Gewerbegebiet. Eine von und nach Osnabrück – über Wallenhorst, Bramsche und Vörden nach Rieste. Sowie eine zweite Anbindung mit Stationen in Ankum, Bersenbrück, Alfhausen, Gehrde und Neuenkirchen. „Wir haben hier im Park insgesamt 53 Firmen, Tendenz weiterhin steigend“, so Schumacher, „da macht es unzweifelhaft Sinn, über einen solchen Bus-ÖPNV für die Beschäftigten der Betriebe nachzudenken“.

Zuversichtlich zeigt sich der GmbH-Geschäftsführer auch beim Blick auf die Planungen für die neue, zusätzliche Autobahnausfahrt an der A1 in Höhe Riester Damm . „Das Straßenbauamt und der Landkreis legen ein starkes Tempo vor. Das ist ganz toll“, ist Schumacher spürbar zufrieden. Auch mit dem angedachten Baubeginn der Maßnahme im Jahr 2019 „kann ich richtig gut leben“. Die vorgeschlagene Zeitschiene sei „für den Niedersachsenpark hervorragend“, betonte Schumacher. Der Bund beteiligt sich dabei mit 6,7 Millionen Euro an den Gesamtkosten von insgesamt 10,4 Mio. Euro.

In seiner Jahresbilanz 2015 verwies der Geschäftsführer zudem auf acht Hektar Industriefläche, die in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich an Unternehmen verkauft worden seien. „Das ist hervorragend“, so Schumacher, „und das entspricht exakt dem Durchschnitt, den wir seit dem Jahr 2008 alljährlich im Park erreicht haben.“ Weitere Verhandlungen mit Flächeninteressenten seien unterdessen angelaufen. Und da gehe es eben nicht nur um Logistikbetriebe, sondern auch um den Bereich der Produktion. „Darunter sind auch einige Firmen aus Osnabrück. Wo es dann tatsächlich zu Abschlüssen kommt, das müssen wir aber noch abwarten“, sagt der Geschäftsführer.

Fest steht dagegen bereits, dass der Sportartikelgigant Adidas sein Logistikzentrum in Rieste im kommenden Jahr noch einmal baulich erweitern wird . „Das freut uns natürlich unglaublich“, betont Schumacher, „die Entscheidung von Adidas über das Wie können wir nun in Ruhe abwarten. Die Flächen dafür sind ja hier vorhanden.“ Das Standortbekenntnis des Konzerns lobt unterdessen auch der Riester Bürgermeister Sebastian Hüdepohl: „Unsere Aufgabe ist es nun, die Infrastuktur in den umliegenenden Gemeinden weiterhin auf die Entwicklung des Parks auszurichten.“