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Friedhofskonzept im Rat erläutert Erste Gedanken zur Sanierung der Kapelle in Vörden

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 07.09.2017, 19:17 Uhr

Einen offiziellen Beschluss gab es am Ende der Diskussion im Gemeinderat nicht, aber auch so wurde deutlich: Zu einer baldigen Sanierung der in den Jahren 1969/70 erbauten Friedhofskapelle in Vörden gibt es keine Alternative.

Das von Architektin Miriam Kopp dazu ausführlich im Sitzungssaal des Rathauses vorgestellte Konzept stieß auf viel Beifall.

Gebäude ist bereits 47 Jahre alt

Demnach kommen auf die Gemeinde Umbaukosten von mindestens 20000 Euro zu, aber auch verschiedene Sanierungsszenarien bis zu 300000 Euro sind denkbar. Architektin Kopp zeigte den Kommunalpolitikern dabei sowohl das Notwendigste als auch umfangreichere Varianten auf. „Es gibt bauliche Ermüdungserscheinungen und eine überholte Gebäudetechnik“, hatte sie zuvor betont. Auch die bisherige Hebebühne erweise sich, so Kopp, „als problematisch“. Ebenso fehle eine Sakristei, die Kühlzellen seien zu eng und ließen eine für eine Friedhofskapelle würdige Atmosphäre vermissen. Folglich habe sie als beauftragte Architektin diverse Veränderungsvorschläge erarbeitet.

„Mehr Platz“, um in der Kapelle „die Abschiedssituation zu verbessern“, habe sie unter anderem eingeplant, sagte Kopp. Sie schlage zudem einen helleren Boden, einen Türenaustausch und eine veränderte Belichtung vor. Des Weiteren einen Austausch der Hebebühne, um Särge aus der unteren Ebene auf Höhe des großen Kappellenhauptraumes hieven zu können. Hier sollten dann künftig 84 statt bisher 60 Sitzplätze für die Trauernden zur Verfügung gestellt werden. Auch Teile der Möblierung gelte es zeitgemäß zu verändern, so Kopp. Eine verbesserte Dachdämmung wäre ebenso sinnvoll wie eine moderne Heizung. Denkbar seien auch an einer Seite des zweigeschossigen Gebäudes (120 Quadratmeter Grundfläche, 216 Quadratmeter Nutzfläche) ein zusätzlicher Ausgang und eine Steglösung, damit engste Angehörige der Verstorbenen, die Sargträger und die Trauergesellschaft noch würdiger als bisher den Weg aus der Kapelle zur jeweiligen Grabstelle auf dem Friedhof zurücklegen könnten, betonte die Planerin.

Ratsmitglieder müssen nun Umbau-Umfang festlegen

Auf die Gemeinderatsmitglieder in Neuenkirchen-Vörden kommt nun die Aufgabe zu zu entscheiden, in welchem Umfang eine Sanierung überhaupt erfolgen soll und welche Einzelmaßnahmen angegangen werden sollen.