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Feierstunde der Bürgerstiftung Anerkennung für Ehrenamtliche aus Neuenkirchen-Vörden

Von Hans Schmutte, Hans Schmutte | 17.06.2018, 16:28 Uhr

Neuenkirchen-Vörden Einmal im Jahr stellt die Bürgerstiftung ihre ehrenamtlichen Helfer in einer Feierstunde in den Mittelpunkt und bedankt sich bei ihnen. So auch jetzt im Lutherhaus Vörden im Rahmen einer Kaffeetafel. Etwa 70 Helfer nahmen teil.

„Das Herzstück unserer Bürgerstiftung sind Sie“, sagte Vorsitzender Norbert Feldkamp im Rahmen seiner Begrüßungsrede. Die Grüße der Gemeinde überbrachte Ratsvorsitzender Karl-Heinz Rohe. „Ohne Ihre persönliche Tätigkeit wäre das Leben in Neuenkirchen-Vörden kälter und ärmer“, lobte er das ehrenamtliche Engagement der Anwesenden. Und weiter in Anlehnung an das plattdeutsche Jahr: „Gaut, dat gie dat maokt, wat gie maokt. Dat helpt us all“.

Seit 2017 vergibt die Bürgerstiftung einen jährlichen Ehrenamtspreis, um besondere Verdienste von Personen aus der Gemeinde zu würdigen. Den Ehrenamtspreis 2018 übergab Norbert Feldkamp an eine Person, die seit ihrem 14. Lebensjahr Basketball spielt, seit 42 Jahren Trainer ist und 32 Jahre den Vorsitz des TV Vörden innehat: Horst Maronn. In all den Jahren habe er, so Feldkamp, enorme Jugend- und somit Aufbauarbeit geleistet. Während der Geehrte eine Urkunde erhielt, darf sich sein Verein über das Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen. 

Der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Andreas Dreishing zeigte in einem Rückblick die Aktivitäten des vergangenen Jahres auf und informierte über die aktuellen Tätigkeiten. So konnte 2017 ein Überschuss in Höhe von 1000 Euro erwirtschaftet werden, der den Rücklagen zugeführt wurde. Das Stiftungskapital ist um 10000, auf jetzt 230000 Euro angewachsen.

Das Leseprojekt konnte zehnjähriges Jubiläum feiern. Besondere Erwähnung fand auch eine von Heiner Pohlmann organisierte Vortragsreihe für Senioren. Weiter erwähnte Dreishing die Förderung von Projekten der Integration und Bildung, sowie den Bürgerbrunch, die Gala der Vereine, die Tafelrunde oder die Aktion „Wünsch Dir was“. 

Für diese und die weiteren Projekte leisteten die Helferinnen und Helfer im vergangenen Jahr insgesamt über 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Neben der Fortführung und Erneuerung der Projekte, einem verbesserten Internetauftritt oder der internen Umstrukturierung der Stiftungsorganisation ist die Aufstockung des Stiftungskapitals Ziel für das laufende Jahr.

Man möge sich nicht an dem grimmigen Ausdruck der Lutherfigur im Raum stoßen, meinte der Hausherr, Pastor Anderson Kopp. „So sind wir nicht“, versicherte er und begrüßte die Gäste im Lutherhaus im Namen seiner „kleinen, aber munteren Gemeinde“. Christsein bedeute, so Kopp, Verantwortung für die Allgemeinheit zu übernehmen. Seine größte Sorge sei die wachsende Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. Dagegen könnten die Ehrenamtlichen ein Zeichen setzen.