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Einstimmiger Beschluss Hörstener gründen Bürgerinitiative gegen Stromtrasse

Von Frank Wenzel | 13.10.2016, 13:30 Uhr

In Hörsten hat sich am Mittwochabend die „Bürgerinitiative Neuenkirchen-Vörden“ gegründet, um gemeinsam gegen eine geplante Höchstspannungs-Stromtrasse anzugehen.

Gestärkt durch die positive Resonanz der Informationsveranstaltung Ende September, rief der Hörstener Bezirksvorsteher Bernhard Wessel seine Mitstreiter erneuet in die Schützenhalle Hörsten, um Nägel mit Köpfen zu machen. Dieses Mal erschienen zwölf Bürger, um die „Bürgerinitiative Neuenkirchen-Vörden“ aus der Taufe zu heben.

Trassenvarianten erläutert

Zum Einstieg erläuterte Wessel noch einmal die Trassenführung der Osttrasse entlang der Autobahn A1, die sogenannte D-Trasse . Er stellte den Sinn dieser Trassenführung erneut in Frage und äußerte Bedenken daran, ob überall die geforderten Sicherheitsabstände der Strommasten zu Wohngebieten eingehalten werden können. Besonders im Raum Bakum und Severinghausen sehe er dabei Probleme.

Aber auch eine Erdverkabelung stellt seiner Meinung nach keine bessere Lösung dar, da die notwendigen Bodenarbeiten mit bis zu vierzig Meter breiten und bis zu drei Meter tiefen Kanälen ebenfalls einen massiven Eingriff in die Natur darstellen würden.

Im übrigen gebe es laut Wessel bis heute keine erprobten Verfahren für eine Bodenverlegung einer 380 kV-Höchstspannungsleitung.

Im weiteren Verlauf berichtete Gemeinderatsmitglied Wessel von einer „großen politischen Energie“ im Zusammenhang mit den verschiedenen Trassenverläufen und einem „massiven Druck von Bürgerinitiativen im Osnabrücker Raum“.

Möglichkeiten der Bürgerinitiative nutzen

Auch Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen sah durchaus Konfliktpotential mit anderen Bürgerinitiativen bezüglich der verschiedenen Trassenplanungen. Deshalb halte auch er es für „unbedingt erforderlich“, dass neben der politischen und fachlichen Arbeit die betroffenen Bürger ihren Willen „lautstark kundtun“. Rolfsen betonte dabei die Bedeutung, sich in einer Bürgerinitiative zu organisieren. Dadurch werde die Möglichkeit eröffnet, politische und fachliche Information zu erhalten und an „Runden Tischen“ zum Thema teilzunehmen.

Unterschriftenaktion geplant

Die Bürgerinitiative Neuenkirchen-Vörden wurde sodann einstimmig gegründet. Eine Steuerungsgruppe soll die anstehenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf möglichst viele Schultern aufzuteilen. Nach kurzem Zögern fanden sich dann auch zehn Freiwillige, um eine Unterschriftenaktion, den Ausbau der Internetpräsenz und die Teilnahme an den „Runden Tischen“ zu organisieren.

Weitere Informationen zu der Bürgerinitiative Neuenkirchen-Vörden soll es künftig auf der Internetseite www.bi-nkv.de geben.

Versammlung in Sögeln

Im Bramscher Ortsteil Sögeln soll derweil ebenfalls eine Bürgerinitiative gegründet werden, um gegen die Umsetzung der D-Trasse vorzugehen. Ortsbürgermeister Gundolf Böselager lädt am Freitag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr in den Dorftreff, Eckelkamp 3, ein.