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Ein guter Tag für Schnäppchenjäger Fahrradversteigerung auf der Vördener Cisse bringt 555 Euro für die Bürgerstiftung

19.09.2011, 14:09 Uhr

Zum Ersten, zum Zweiten und verkauft – kräftig knallt der Hammer auf den Biertisch neben Herrmann Schütte. Der Auktionator in schwarzem Anzug und Zylinder hat zugeschlagen und soeben ein Herrenfahrrad für 25 Euro an den Mann gebracht. Insgesamt 14 Fahrräder kamen am Sonntagnachmittag auf der Vördener Cisse unter den Hammer. Außerdem standen noch ein Großformat-Ketcar, zwei Cityroller und diverse Handys und Schmuck zur Versteigerung.

Die angebotenen Kleinteile und Zweiräder waren Fundsachen, die in den vergangenen Monaten bei der Gemeinde abgegeben worden waren. Da sie nach sechs Monaten nicht von ihren rechtmäßigen Besitzern abgeholt wurden und auch die Finder keinen Anspruch erhoben, standen die Gegenstände erstmals während einer Cisse zur Versteigerung. Der Erlös in Höhe von 555 Euro, die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden steuerte 55 Euro dazu, kommt der Bürgerstiftung zugute.

Hermann Schütte – wegen der Übersicht auf einem Lkw-Anhänger stehend – kam jedenfalls mächtig ins Schwitzen, um die Fundstücke an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. So recht wollte anfangs niemand von den zahlreichen Cisse-Besuchern zuschlagen. Der „rote“ Ratsherr ganz in Schwarz musste schon mächtig Überzeugungsarbeit leisten. Zum Beispiel, dass jedes Fahrrad von der Sozialwerkstatt im Niedersachsenpark aufgearbeitet wurde. Um manches Gefährt für gerade mal zehn Euro loszuwerden, gab es auch noch ein Handy obendrauf.

Dennis Brömlage aus Vörden kam die flaue Angebotswelle vonseiten der Besucher gerade recht, denn so ersteigerte er sich für gerade mal 25 Euro ein Zweitfahrrad für seinen täglichen Weg zum Bahnhof. „Ich finde diese Aktion gut, weil sie Leute anlockt und weil sie einem guten Zweck dient. Die 25 Euro sind gut investiertes Geld“, so der Familienvater.

Trotz großer Anstrengungen und Überzeugungsarbeit auf dem Anhänger war Herrmann Schütte, der Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung ist, am Ende mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Auktion ist eine gute Öffentlichkeitsarbeit für die Bürgerstiftung, die aus dem gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken ist“, nannte er einen von vielen Gründen für sein außergewöhnliches Engagement.