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CDU-Politikern Marktlage erläutert Grimme in Rieste erwartet Rückkehr zu einem Umsatzplus

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 14.07.2016, 19:26 Uhr

Trotz eines gewaltigen Umsatzrückganges im vergangenen Jahr hat die Grimme Landmaschinenfabrik an den Standorten Damme und Niedersachsenpark ihre Stammbelegschaft gehalten. Zusammen 1350 Mitarbeiter. Das haben Verantwortliche des Unternehmens anlässlich eines Besuches einer rund 50-köpfigen CDU-Delegation aus Rieste, Bramsche, Neuenkirchen und Vörden betont.

„Des Weiteren wurde an allen Standorten weiter investiert“, erklärte Grimme-Pressesprecher Jürgen Feld: „So ist beispielsweise in Damme eine neue Fertigungs- und Lagerhalle mit Sozialräumen errichtet worden.“

Rund 50 Gäste in Rieste

Feld führte die Gruppe der christdemokratischen Kommunalpolitiker am Standort Niedersachsenpark – an der Seite von Geschäftsleitungsmitglied Christoph Grimme und dem designierten Leiter des ab Januar 2017 eigenständigen Bänderwerkes , Felix Lingens – durch die Werkshallen. Das Trio erläuterte, dass die negative Entwicklung im Russland-Geschäft (vor allem hervorgerufen durch international verhängte Handelssanktionen) dabei wesentlich den jüngsten Umsatzrückgang der gesamten Grimme-Gruppe geprägt habe. Von 438 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 auf „nur“ noch 355 Mio. Euro in 2015. „Das Neumaschinengeschäft in Russland ist seit Beginn der Krise stark rückläufig“, so Feld. In diesem Bereich liege der Einbruch sogar bei 60 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. „Das Ersatzteilgeschäft ist aber erfreulicherweise stabil“, so der Pressesprecher weiter.

Als positives Signal bewerten die Grimme-Verantwortlichen unterdessen auch die leichte Erholung bei den Kartoffelpreisen. Das könne – halte dieser Trend an – die Investitionsbereitschaft zahlreicher Landwirte in neue Geräte und Maschinen wieder steigern. „Wir gehen daher von einer leichten Umsatzsteigerung zu 2015 aus“, so Jürgen Feld: „Außerdem ist positiv festzuhalten, dass trotz des schwierigen Marktumfeldes keine Marktanteile verloren wurden .“

Abzuwarten bleibe hingegen die künftige Investitionsneigung der Kunden im Bereich der Rübentechnik (Wegfall der Zuckermarktordnung ab dem Jahr 2017) sowie die generellen Auswirkungen niedriger Erzeugerpreise. Diese würden natürlich die Kaufkraft der Landwirte ganz erheblich beeinflussen, betont Feld.

Dennoch sehe die Unternehmensführung der Grimme-Gruppe – weltweit in 120 Ländern geschäftlich aktiv – keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Wir wissen aus der Vergangenheit heraus, mit sehr volatilen, schwankenden Märkten umzugehen“, so Feld.