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Bilanz 2015 der Bürgerstiftung Kapital in Neuenkichen-Vörden steigt auf 200000 Euro

Von Ilona Ebenthal | 28.12.2015, 11:58 Uhr

Zehn Jahre alt wird die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden in 2016. Mit einem verjüngten Vorstand, neuen ehrenamtlichen Helfern und einer unverhofften Erbschaft sieht sich die Stiftung gut gerüstet, um dabei den vielfältigen, gut laufenden Projekten weitere hinzuzufügen.

Aus einem Nachlass flossen im Jahr 2015 ganze 64000 Euro ungebunden an die Bürgerstiftung, teilten die Verantwortlichen im Rahmen einer Jahresbilanz mit. Das Kapital der Stiftung stieg insgesamt von 122000 auf 200000 Euro. Für verschiedene Projekte – von der Leseförderung bis zur Seniorenarbeit – investierte die Bürgerstiftung rund 11000 Euro. Satte Überschüsse gab es bei der „Tafelrunde“ und dem Bürgerbrunch.

Besuchsdienst übernommen

Stiftungsvorstand Norbert Feldkamp beleuchtete die Neuerungen des Jahres positiv. Der Besuchsdienst des ehemaligen Vereins für alte und kranke Menschen in Vörden laufe unter dem Dach der Bürgerstiftung weiter. Neben dem ersten Bildungszirkel für zukünftige Auszubildende im Kulturbahnhof gibt es das Bürgerforum neu, aus dem sich vier Ausschüsse mit rund 25 aktiven Bürgern gebildet haben. Neben „Senioren und Soziales“ und „Öffentlichkeitsarbeit/Sponsoring“ gebe es einen Ausschuss für „Organisation und Weiterentwicklung“ und einen für „Bildung“, erklärte Feldkamp. Das neueste Projekt der Stiftung ist der „Bildungsfonds“.

Geschäftsführer Heiner Pohlmann lieferte weitere Zahlen. In 2015 unternahm die Bürgerstiftung 51 Ausflugsfahrten zum 80. Geburtstag von Mitbürgern. 32 Teilnehmer zählte die Kaffeetafel für 85-Jährige. Für das nächste Jahr sei der „Wunschgutschein“ für 90-jährige Geburtstagskinder angedacht, so Pohlmann. Die Senioren könnten sich eine Unternehmung wünschen, die sie „immer schon mal“ oder „einmal wieder“ machen möchten.

52 Tafel-Kunden vor Ort

Die Unterstützung der Tafel in Damme, die 52 registrierte Kunden aus der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden habe, laufe weiterhin gut. Zusätzlich werde einmal wöchentlich ein Fahrdienst mit dem „Kirchenbulli“ zur Tafel angeboten. Auf mehr als 140 Ehrenamtliche ist der Pool der Helfer insgesamt angewachsen. Laut Feldkamp möchte die Stiftung vermehrt auf „Kurzzeitengagement“ setzen. So könnten sich Bürger ganz gezielt für eine bestimmte Anforderung einsetzen, ohne sich auf Dauer zu verpflichten. „Wir müssen zusehen, dass wir die Jüngeren mit ins Boot holen, aber das kriegen wir hin“, zeigte sich Marianne Rehling zuversichtlich.

„Nach zehn Jahren muss ein Strukturwandel kommen“, meinte Norbert Feldkamp, der sich seit zwei Jahren auch intensiv um Firmensponsoring bemüht. Rund 15 Firmen seien inzwischen im Boot. Dazu die Spendenbereitschaft der Bevölkerung und das ehrenamtliche Engagement. Die erfolgreiche Arbeit der Stiftung sei „ein Ergebnis vieler Menschen“, sagte Heiner Pohlmann. Zum zehnjährigen Bestehen wird es eine Reihe von Veranstaltungen geben.