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Baureihe muss Abstand halten Bauausschuss will Eichenbestand an der Neuenkirchener Johanniterstraße erhalten

Von Sigrid Schüler-Juckenack | 08.01.2013, 17:51 Uhr

Für das Areal Am Füerboll/Johanniterstraße favorisiert die Oesting/Bosche GbR eine Bebauung in einer Bauzeile parallel zur Johanniterstraße. Bauamtsleiter der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, Jürgen Rolfsen, erläuterte auf der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend die aktuellen Pläne.

Demnach sollen dort Einzelgebäude in zweigeschossiger Bauweise mit bis zu sechs Wohneinheiten entstehen. Die Eichenbestände sollen erhalten bleiben, weshalb die Planung vorsieht, die Häuser etwa zehn Meter hinter den Eichen zu platzieren. Der Rest des Areals solle unverändert bleiben, so Rolfsen.

Die Ratsherren Uwe Hensing und Heinrich Brand gaben zu bedenken, dass die in der Nähe liegenden Betriebe in der Bahnhofstraße durch die Wohnbebauung beeinträchtigt werden könnten, wenn nicht hinter den Häusern eine Anpflanzung vorgenommen werde. Um dies zu vermeiden, könne die Häuserzeile, wenn die Eichen weggenommen würden, näher an die Straße heranrücken. Die übrigen Ausschussmitglieder sahen dies anders. Die Eichen seien ein wertvoller Baumbestand, und die jetzige Planung mit einer zurückgesetzten Häuserfront entspreche dem Charakter der Straße. Eine Beeinträchtigung der Betriebe in der Bahnhofstraße wird nicht gesehen. Mit zwei Gegenstimmen stimmte der Ausschuss für die Aufstellung des Bebauungsplans nach dem beschleunigten Verfahren.

Für das Vördener Baugebiet „Auf den Höfften II“ seien Stellungnahmen eingegangen, aufgrund derer kleine Änderungen im Bebauungsplan vorgenommen würden, so Rolfsen. Zur Oberflächenentwässerung werde mit dem Landkreis und dem Wasser- und Bodenverband gesprochen. Das Gewerbeaufsichtsamt habe Bedenken wegen der Nähe zur Firma Sickendiek geäußert. Andere, bereits bestehende Wohngebiete lägen aber näher an der Firma Sickendiek als das jetzt in Planung befindliche. Die Firma erfülle bereits die Anforderungen, die die Nachbarschaft von Wohngebieten stelle, und werde durch das neue Gebiet nicht in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Ein teures planungsrechtliches Gutachten müsse daher nicht erstellt werden.

Zum geplanten Baugebiet „Auf dem Bolle II“ erklärte Rolfsen, dass kleine Veränderungen an den bisherigen Planungen vorgenommen werden müssten. Die vorgesehene Lärmschutzwand müsse einen größeren Abstand zum Fahrbahnrand haben, und zum Krebsbach sei ein etwas größerer Abstand gefordert. Abwägungsbeschluss und Satzungsbeschluss zu diesem Bebauungsplan wurden einstimmig befürwortet.

Zum Gewerbegebiet „Im neuen Teil“ in Hörsten hieß es, dass das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg in einer Stellungnahme aus immissionsschutzrechtlicher Sicht Bedenken gegen Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen geäußert habe. Grundsätzlich seien betriebsbezogene Wohnungen zulässig, erklärte Rolfsen. Allerdings könnten Genehmigungsverfahren für Betriebe, die sich dort ansiedeln wollen, durch Wohnungen erschwert oder verhindert werden. Um die mittel- und langfristige Entwicklung von Betrieben sicherzustellen, empfiehlt der Ausschuss, betriebsbezogene Wohnungen auszuschließen.

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