Ein Artikel der Redaktion

Ausbau Regenbogen-Kindergarten Mehr Krippenplätze für Neuenkirchen-Vörden geplant

Von Marcus Alwes | 18.07.2014, 18:03 Uhr

Weil die Nachfrage von Eltern nach Betreuungsmöglichkeiten für ihre kleinen Kinder in der Gemeinde immer größer wird, soll die angedachte bauliche Erweiterung des Regenbogen-Kindergartens um Krippen-Gruppen zügig angegangen werden. Eine entsprechende Beschlussempfehlung haben die Kommunalpolitiker des Sozialausschusses aus Neuenkirchen-Vörden nun einstimmig an den Gemeinderat weitergeleitet. Dieser tagt Ende Juli.

„Wir kommen noch weiter in Verzug, wenn wir jetzt nicht anfangen. Das ist meine persönliche Meinung“, hatte Bürgermeister Ansgar Brockmann während der Debatte im Sozialausschuss gesagt. Und der Verwaltungschef stand mit dieser Haltung nicht alleine. „Die grundsätzliche Tendenz war ja zuletzt in allen Fraktionen klar, wir wollen das beim Regenbogen-Kindergarten angehen“, erklärte die Ausschussvorsitzende Nicole Karadag (SPD). Besagter Kindergarten liegt im Ortsteil Neuenkirchen.

Vor der einmütigen Beschlussempfehlung hatte der Sozialamtsleiter der Gemeinde, Martin Wiewerich, noch einmal eindringlich die Entwicklung im vergangenen Vierteljahr geschildert. Die Nachfrage durch Eltern steige immer mehr an. Die Schwankungen bei den Planzahlen seien dadurch gravierend. „Die Daten für die Kindergärten, die ich im April hier vorgestellt habe, haben sich schon wieder sehr stark verändert. Fakt ist: Die Zahl unserer freien Plätze in Neuenkirchen und Vörden schrumpft rasant. Sie sind weitgehend schon wieder aufgefressen“, so Wiewerich: „Es verändert sich ständig etwas. Wir brauchen zunehmend mehr Betreuungsplätze.“ Vor allem im Krippenbereich, also in der Altersgruppe bis drei Jahre. Die Diskussion im Ausschuss machte aber deutlich, dass der Gemeinde und dem Rat zunehmend dauerhaft verlässliche Zahlen fehlen, um langfristig, in Ruhe und exakt planen zu können. „Wir könnten hier eigentlich wöchentlich zusammensitzen. Oder auch täglich“, seufzte Ausschussvorsitzende Karadag.

Für die bauliche Erweiterung des Regenbogen-Kindergartens um allerlei Krippenplätze müsse dann auf Gelder aus der Haushaltsplanung für das kommende Jahr 2015 zurückzugegriffen werden, machte Bürgermeister Brockmann vor den Kommunalpolitikern deutlich. „Doch wir müssen schon jetzt beginnen, das Vorhaben gegebenenfalls in die Tat umzusetzen.“ Denn bis zu einem eigentlichen Baubeginn sei es noch ein weiter Weg. „Wir müssen Planer bestellen. Wir müssen die Pläne danach absegnen. Wir brauchen die Baugenehmigungen. Wir müssen die Ausschreibungen durchführen. Wir müssen die Aufträge dann vergeben. Erst anschließend können wir bauen“, listete Brockmann auf.