Kleine Pannen gemeistert Rock-Trio mit sattem Sound im Neuenkirchener KuBa

Das „CAT Power Rock Trio“: Thorsten Kegel, Christian Nicolai und André Stach (von links). Foto: Sascha KnapekDas „CAT Power Rock Trio“: Thorsten Kegel, Christian Nicolai und André Stach (von links). Foto: Sascha Knapek

Neuenkirchen-Vörden. Mit sattem Sound und ausgeklügeltem Repertoire nahm das „CAT Power Rock Trio“ die Besucher im Neuenkirchener Kulturbahnhof mit auf eine Reise in die 1970er-Jahre. Die routinierte Coverband brachten dabei auch kleine Pannen nicht aus dem Konzept.

Die beiden singenden Frontmänner Thorsten Kegel (Bass) und André Stach (Gitarre) sowie Schlagzeuger Christian Nicolai kommen aus Minden. Gemeinsam hat man sich der Interpretation großer Rock-Helden wie Free, Deep Purple oder Thin Lizzy verschrieben. Dass die dreiköpfige Formation sich bei ihrem Auftritt in Südoldenburg nicht nur für die allseits bekannten Hits entschied, stand ihr gut zu Gesicht. So bekam man im Kulturbahnhof neben Frees Gassenhauer „All Right Now“ auch „Wishing Well“, bei dem Stachs Gitarrengurt kurzzeitig den Geist aufgab, zu hören. Bei Deep Purples „Black Night“ war es dann vor allem Kegels polternder Bass, der zum Gelingen der Nummer beitrug.

Neben den zahlreichen Coverversionen präsentierten die drei Mindener zwischendurch auch selbstgeschriebene Stücke. Ein eigenes Album sei in der Mache, aber erst zwei Songs so richtig fertig, feixte Stach. Exemplarisch für den Gesamtsound der Band fungierte dabei „Best Time“. Denn wenn das Trio nicht darauf hingewiesen hätte, dass nun ein Original kommt, hätte man zumindest in Sachen satter Sound kaum einen Unterschied bemerkt. Unüberhörbar, wer Stach, Nicolai und Kegel beeinflusst. Wer noch Hinweise brauchte, musste nur auf das restliche Repertoire des Dreiers schauen.

Wenn soundtechnisch mal nicht alles nach Plan lief, half dann schon mal das Publikum aus. So geschehen bei „Foxy Lady“ von Jimi Hendrix. Als Hommage an den Gitarrengott aus Seattle angekündigt, kamen im Veranstaltungsaal kurz darauf fast nur Bass und ein wenig Schlagzeug an. Einen kurzen Zuschauerhinweis später hatten die „KuBa“-Techniker dann aber wieder alles im Griff.

Eine gute Songauswahl und eine routinierte Interpretation der mitunter fast 50 Jahre alten Lieblingshits machten den Auftritt des „CAT Power Rock Trios“ zu einem unterhaltsamen Abend. Es war nicht der erste und wohl auch nicht der letzte „KuBa“-Besuch der Formation. Und auch beim nächsten Mal wird es dann, frei nach Thin Lizzy, wieder heißen: „The Boys Are Back in Town“.


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