Praxisbezug zum Gesundheitswesen Oberschule Neuenkirchen-Vörden kooperiert mit Stiftung

Von Hans Schmutte

Viele Gäste und Schüler gaben der Vertragsunterzeichnung einen festlichen Rahmen. Foto: Hans SchmutteViele Gäste und Schüler gaben der Vertragsunterzeichnung einen festlichen Rahmen. Foto: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Die Oberschule Neuenkirchen-Vörden und die Clemens-August-Stiftung haben eine Kooperation vereinbart. Es geht um eine Lernpartnerschaft mit der Stiftung in den Teileinrichtungen: Erwachsenenklinik, Jugendklinik, Heimstatt und St. Franziskusstift.

„Weg von immer neuen theoretischen Ergüssen, hin zu mehr Praxis, auch, um die völlig falschen Berufsbilder aus den Köpfen der Schüler/innen zu bekommen“, das möchte Karlheinz Rohe, einer der Bildungskoordinatoren beim Landkreis Vechta. Dies äußerte er im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Oberschule Neuenkirchen-Vörden und der Clemens-August-Stiftung (CAS). Es gehe um einen praxisnahen Unterricht und um die intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule, ergänzte Schulleiter Michael Imsieke .

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In der Mensa der Oberschule hatten sich neben Schülern und Lehrern der Schule mit ihrem Schulleiter Michael Imsieke auch Bürgermeister Ansgar Brockmann, für den Landkreis Vechta der stellvertretende Landrat Friedhelm Biestmann, KURSiV-Projektleiterin Gaby Middelbeck und Karlheinz Rohe eingefunden. Die CAS wurde durch den Pflegedienstleiter Günter Schwarte vertreten, Christoph Merschhemke vom Institut „Unternehmen & Schule“ moderierte die Veranstaltung.

Mit der CAS und der Oberschule schließen sich der größte Arbeitgeber in der Gemeinde mit etwa 750 Mitarbeitern und die größte Schule zusammen. Den Schülern der Oberschule sollen in den Profilfächern Wirtschaft, Technik, Sprache sowie Gesundheit und Soziales möglichst authentische Einblicke in das Berufsleben gewährt werden. Dies ist nur durch eine Vernetzung von Schule und Partnerunternehmen möglich. In dem Profilfach Gesundheit und Soziales der Oberschule ist dieser Partner jetzt die CAS. Günter Schwarte möchte dadurch Begeisterung für Soziale Berufe wecken und diese vorstellen, aber auch aufzeigen wie vielfältig die Berufsmöglichkeiten in dem von ihm vertretenen Unternehmen sind.

Friedhelm Biestmann freute sich, dass mit dieser Vereinbarung der letzte weiße Fleck von der Kreiskarte hinsichtlich Kooperationen im Rahmen des KURSiV-Projektes verschwunden ist. Kreisweit ist es der 35. Kooperationsvertrag, für Neuenkirchen-Vörden der erste. Allerdings, so Michael Imsieke, hat es bisher auch schon eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft gegeben.

Ansgar Brockmann machte deutlich, in welch guter Position sie derzeit bei der Berufswahl sind. Auszubildende und Fachkräfte werden gesucht. Im Niedersachsenpark zum Beispiel könne der Bedarf nur durch auswärtige Kräfte gedeckt werden.

Das Kooperationsnetzwerk zwischen Unternehmen der Region und Schulen im Landkreis Vechta (KURSiV) ist eine Initiative des Landkreises zur nachhaltigen Fachkräftesicherung für die Betriebe in der Region und Verbesserung der Berufsorientierung und -Qualifizierung für die Schüler/innen. Schulen und Unternehmen verbinden sich in Lernpartnerschaften, um dauerhaften Austausch zu pflegen. Es profitieren beide Seiten. Betriebe finden passenden Nachwuchs, verbessern ihre Außendarstellung und Attraktivität, Schulen öffnen sich in Richtung Wirtschaft und Arbeitsleben, informieren so praxisnah, frühzeitig und realistisch über das Berufsleben.

Christoph Merschhemke stellte abschließend fest, dass es jetzt gelte, das unterzeichnete Papier mit Leben zu füllen und in die Praxis umzusetzen, zum Wohle beider Kooperationspartner.


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